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In den Sommerferien legte die Schwebebahn von Mitte Juli bis Ende
August wieder eine planmäßige Zwangspause ein. In diesen
Wochen wurde in Sonnborn die Gerüstkonstruktion an der Nahtstelle
von der Landstrecke zur Wupperstrecke und Umgebung erneuert. Auf dem
rund 250 Meter langen Streckenabschnitt wurden 9 alte Stützen und
10 Brücken mit den Fahrschienen gegen neue Bauteile ausgetauscht,
die mit rund 52.000 Nieten und Bolzen zusammengefügt wurden. Damit
behält das Schwebebahngerüst weitgehend sein vertrautes
Aussehen. Die Stahlprofile sind aber aus stärkerem Material als
die ursprünglichen gefertigt worden, außerdem feuerverzinkt,
um einen guten Korrosionsschutz zu erzielen.
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Ende Juli ist das alte
Schwebebahngerüst schon demontiert. Die hohe Arbeitsbühne in der
Bildmitte umrahmt die neue, einbeinige Stütze 100.
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Hier sind die ersten vier der neuen
Stützen bereits aufgestellt; es fehlen noch die Brücken mit dem
Fahrgerüst, die jeweils nachts eingefügt werden.
Die neue Stütze 100 ist einzigartig an der 13 km langen Schwebebahnstrecke.
Die Stützen 98, 99 und 100 waren 1971 beim
Ausbau der Sonnborner Straße und der Schaffung der neuen
Umgehungsstraße „Sonnborner Ufer" schon einmal ausgetauscht
worden. Damals ersetzten stählerne Hohlkastenkonstruktionen die
bisherigen Stützen, Die etwas klobigen eckigen Gebilde fügten
sich mit ihrem Aussehen eher schlecht in das umgebende Ensemble des
Schwebebahngerüsts ein. Die neuen Stützen 98 und 99 sehen
dagegen nur wie zwei etwas breitbeinigere Schwestern der oben
gerundeten Stützen aus, die auf der Landstrecke bis nach Vohwinkel
folgen. Für die Stütze 100, die unmittelbar an der
Übergangsstelle vom Fluss zur Sonnborner Straße
steht, war zunächst eine neue Stütze mit besonders
großem Bogen geplant. Schließlich wurde aber eine
wesentlich kostengünstigere Lösung gewählt, die geradezu
unaufdringlich ausgefallen ist: eine einbeinige, senkrechte Stütze
steht an der Wuppermauer und zwar mittig unter dem Fahrgerüst.
Mit der Erneuerung des Schwebebahngerüsts wurde der Kurvenradius
vor der Sonnborner Kirche etwas vergrößert. Damit konnte
eine lästige Langsamfahrstrecke beseitigt werden. Nunmehr
können auch hier die Schwebebahnzüge mit bis zu 60
Stundenkilometern verkehren.
Insgesamt hat der in diesem Sommer erfolgte Ausbau rund 8,8 Millionen
Euro gekostet. Die nächste Großbaustelle wird in den
Herbstferien am Landgericht folgen, wenn die Schwebebahn wieder zwei
Wochen lang nicht rollt. Dann wird die alte Station an der
Gerichtsinsel abgebaut und bis zum nächsten Frühjahr
formidentisch, aber mit neuem Stahlmaterial, erneuert. Außerdem
werden an der Ostseite der Station behindertengerechte Aufzüge
angebaut.
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