


|
Am 29. Mai wurden am Elberfelder
Rathaus drei Bronzedenkmäler, die im Zweiten Weltkrieg
zerstört wurden, wieder eingeweiht. Über 40 Jahre
hatte das Standbild des bergischen Ritters mit seinem Knappen das 1900
eröffnete Elberfelder Rathaus geschmückt, ehe es mit
den Kriegszerstörungen verloren ging. Jetzt hat der
Elberfelder Ritter Arnold wieder mit seinem Pferd und dem treuen
Begleiter den angestammten Platz in einer hochgelegenen Nische an der
Fassade, an der Ecke zur Friedrichstraße hin, eingenommen.
![]() Gerade enthüllt: Ritter Arnold mit seinem Knappen Das Standbild zeigt einen Ritter
zu Pferde, der von seinem Knappen durch eine Furt geleitet wird. Der
Sage nach war er einst von einer feindlichen Schar jenseits des Rheins
in arge Bedrängnis gebracht worden. Der treue Knecht kannte
aber eine unbekannte Furt, durch die er seinen Herrn sicher ins
rechtsrheinische Gebiet geleitete, während die feindlichen
Krieger das Nachsehen hatten. ![]() Die Wahrheit besiegt die fauchende Schlange. Der Spiegel in der Hand ist hier nicht Sinnbild für Eitelkeit, sondern ein Symbol für Wahrheit und Reinheit. Die beiden als Frauen
dargestellten Tugenden wurden nun in freien Nachempfindungen von einer
Düsseldorfer Gießerei angefertigt. Die Gestalt der
Wahrheit tritt uns
heute fast nackt entgegen, während ihre Vorläuferin
von der Jahrhundertwende noch züchtig bekleidet war. Mit ihren
Füßen zertritt die Wahrheit die Schlange, die in
unserem Kulturkreis seit biblischen Zeiten ein Symbol für
Falschheit und Böses ist. In der Nische rechts an der
Freitreppe steht die Gerechtigkeit, deren Augen verbunden sind, um
unparteiisch zu urteilen. Mit der einen Hand hält sie eine
Balkenwaage, während sie mit der anderen Schwert und
Gesetzbuch umfasst. Zusammen mit dem schmiedeeisernem Portal bilden die
beiden Frauengestalten eine gelungene Einheit. In Kopfhöhe der
beiden allegorischen Figuren kauern in Sandstein gemeißelte
Männergestalten mit Gerätschaften, die an
traditionelle Gewerbezweige unserer Stadt erinnern (Textil- und
Metallverarbeitung). |
||||
|