BürgervereinElberfelderSüdstadt BürgervereinElberfelderSüdstadtBürgervereinElberfelderSüdstadtBürgervereinElberfelderSüdstadtBürgervereinElberfelderSüdstadt BürgervereinElberfelderSüdstadt

Meldungen

Lehrpfad Historisches Gelpetal
Wuppertaler Tafel - wirksame Hilfe in der Wirtschaftskrise
Der Archäologe Wilhelm Dörpfeld (1853-1940).



Lehrpfad Historisches Gelpetal

Bild1

Vor 30 Jahren, am 1. Juni 1980 wurde der Lehrpfad Historisches Gelpetal durch die Oberbürgermeister von Wuppertal und Remscheid am Steffenshammer eröffnet. Auf mehr als 60 Tafeln werden historische Wasserbetriebswerke, technische Zusammenhänge, einstige Eigentumsverhältnisse und Lagepläne dokumentiert. Im viel besuchten Naherholungsgebiet von Gelpe, Saalbach und Ronsdorfer Talsperre hat der mehrere Kilometer lange Lehrpfad für Spaziergänger, Wanderer und Schulklassen großen Informationswert gewonnen.

Zur Vorbereitung des Lehrpfads hatte Prof. Dr. Klaus Goebel einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, an dem sich 5 Bezirksvertretungen aus Wuppertal und Remscheid, die Grünflächen- und Denkmalpflegeämter beider Städte, mehrere Bürgervereine, der Bergische Geschichtsverein und der Sauerländische Gebirgsverein sowie der Landschaftsverband Rheinland beteiligten.

Die Texte auf den Tafeln verfasste Heimatforscher Egon Viebahn, der in hohem Alter in Remscheid lebt. Er verfasste auch das in 2. Auflage vorliegende Buch „Hämmer und Schleifkotten im Gelpetal" (erschienen im Born-Verlag). Die Städte Wuppertal und Remscheid nahmen den Lehrpfad in ihre Obhut. Er wurde zum Muster für kommunalpolitische Zusammenarbeit. Auch das hier gezeigte ehrenamtliche Engagement von Bürgern war beispielhaft.

Mehr Informationen:



Wuppertaler Tafel - wirksame Hilfe in der Wirtschaftskrise
Das Jahr 2009 brachte den größten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Bestehen der Bundesrepublik und als Folge für viele Menschen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Doch dank der ungeschmälerten Unterstützung durch Lebensmittel- und Geldspenden und viele ehrenamtliche Helfer konnte die Wuppertaler Tafel gerade in dieser Situation ihre Hilfe für bedürftige Menschen in vollem Umfang fortführen und ausbauen.

Zur Kantine im Tafelgebäude am Kleinen Werth kommen täglich insgesamt bis zu 1.000 Menschen, wo Tag für Tag drei Mahlzeiten kostenlos ausgegeben werden. Außerdem gibt es werktags eine Kindertafel mit kindgerechten Mahlzeiten, verbunden mit Spiel- und Bastelmöglichkeiten und Hilfe bei Schularbeiten. In vier Tafelläden in Wuppertal werden regelmäßig die vom Handel gespendeten überschüssigen Lebensmittel ausgegeben. Im April 2009 wurden für die Lebensmittelausgabe Berechtigungsausweise eingeführt, die jeweils zum wöchentlichen Besuch eines Tafelladens nach eigener Wahl und einem zweiten Besuch in der Ausgabestelle in Barmen berechtigen. Zusätzlich erhalten rund 40 soziale Einrichtungen in Wuppertal regelmäßig Lebensmittel von der Tafel (z. B. die Aidshilfe, Gleis 1, der Caritas Jugendschutz u.v.a.m.).

Das „Sozialmobil" steht allabendlich etwa eine halbe Stunde am Berliner Platz, am Rathaus Barmen, am Wichlinghauser Markt und an der Schloßbleiche in Elberfeld und verteilt heiße Suppe, belegte Brötchen, Gebäck, Obst und Milchprodukte. Donnerstags folgt dem Sozialmobil das „Medimobil", in dem Ärzte und Krankenpfleger kostenlose medizinische Hilfe anbieten.

Im „Kaufhaus der kleinen Preise" können Bedürftige gut erhaltene Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte zu geringen Preisen erwerben. Ferner hat die Wuppertaler Tafel einen Bücherbasar, der auch einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Tafel leistet. Außerdem erhält die Wuppertaler Tafel Einnahmen aus Bußgeldern der Justiz sowie Geld- und Sachspenden, die den laufenden Betrieb sichern.

Mehr Informationen:
Berichte über die Wuppertaler Tafel in der Vereinszeitschrift:




Der Archäologe Wilhelm Dörpfeld (1853-1940)

Bild2

Der Namenspatron des altsprachlichen Gymnasiums in der Elberfelder Südstadt wurde 1853 in Barmen-Wupperfeld als Sohn des Pädagogen Friedrich Wilhelm Dörpfeld (1824-1893) geboren. Nach dem Abitur am Barmer Gymnasium studierte er an der Bauakademie in Berlin, wo er 1876 das Bauführer-Examen ablegte. Ab 1877 war er bei den Ausgrabungen in Olympia tätig. Seit 1882 arbeitete er als Architekt am Deutschen Archäologischen Institut in Athen, dessen Direktor er 1887 wurde. Dörpfeld leitete 25 Jahre diese Forschungsstätte und führte zahlreiche Ausgrabungen an Schauplätzen altgriechischer Kultur durch, u.a. in Troja und Tiryns (zeitweise mit Heinrich Schliemann), auf der Akropolis in Athen, in Pergamon und auf der Insel Leukas. Dörpfeld führte moderne Grabungsmethoden für die wissenschaftliche Forschung ein. 1912 ließ sich der 58-Jährige vorzeitig in den Ruhestand verabschieden, um sich neuen Aufgaben ohne die Belastung durch ein Amt widmen zu können. Dörpfeld, der selbst nicht promoviert war, wurden von Universitäten im In- und Ausland sieben Ehrendoktorhüte verliehen. 1919 wurde er Honoraprofessor an der Universität in Jena. Dörpfeld lebte jetzt in den Sommermonaten in Deutschland, während er den Winter oft auf Leukas verbrachte und noch manche Ausgrabungen in Griechenland machte, Vorträge hielt und Studienreisen leitete. 1938 wurde das Altsprachliche Gymnasium in Wuppertal (inzwischen waren die Barmer und Elberfelder Schule vereint worden) nach Wilhelm Dörpfeld benannt; damit kam der Schulleiter einer nationalsozialistischen Benennung zuvor. Dörpfeld starb am 25. April 1940 auf Leukas und wurde auch dort bestattet.

70 Jahre nach seinem Tod sind Wilhelm Dörpfelds handschriftlich verfasste „Daten meines Lebenslaufs und Aufsätze und Vorträge" jetzt in einer griechisch-deutschen Gemeinschaftsarbeit als Buch erschienen. Bis ins Jahr 1934 hatte Wilhelm Dörpfeld die Einträge von eigener Hand geschrieben; als seine Sehkraft zu schlecht wurde, hat seine Sekretärin, eine Nichte, dies fortgeführt. Der Wuppertaler Historiker Prof. Dr. Klaus Goebel hat die handschriftlichen Aufzeichnungen transkribiert. Die deutsche Originalfassung wird durch eine griechische Übersetzung ergänzt.

Klaus Goebel, Chara Giannopoulou (Hg.): Wilhelm Dörpfeld, Daten meines Lebens. Verlag Peri Technon, Patras (Griechenland). Deutsch/Griechisch, 320 S., 32 Abb., 19,80 Euro. Zu beziehen beim Kulturzentrum der Stadt Leukas, 31100 Leukas (Griechenland). Tel. 00 30 26450 26711. E-mail: lefkasf@otenet.gr


Mehr Informationen:

...über den Historiker Klaus Göbel
http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Goebel

...über das Wilhelm Dörpfeld Gymnasium
Zeitschrift 2-2004/meldungen-doerpfeld-gym.html

Lebenslauf von Wilhelm Dörpfeld auf der Webseite des Gymnasiums:
http://www.wdg.de/websiteneu/?inhalt=WerWirSind_Doerpfeld