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Lehrpfad Historisches Gelpetal
Vor 30 Jahren, am 1. Juni 1980
wurde der Lehrpfad Historisches Gelpetal durch die
Oberbürgermeister von Wuppertal und Remscheid am
Steffenshammer eröffnet. Auf mehr als 60 Tafeln werden
historische Wasserbetriebswerke, technische Zusammenhänge,
einstige Eigentumsverhältnisse und Lagepläne
dokumentiert. Im viel besuchten Naherholungsgebiet von Gelpe, Saalbach
und Ronsdorfer Talsperre hat der mehrere Kilometer lange Lehrpfad
für Spaziergänger, Wanderer und Schulklassen
großen Informationswert gewonnen.
Zur Vorbereitung des Lehrpfads hatte Prof. Dr. Klaus Goebel einen
Arbeitskreis ins Leben gerufen, an dem sich 5 Bezirksvertretungen aus
Wuppertal und Remscheid, die Grünflächen- und
Denkmalpflegeämter beider Städte, mehrere
Bürgervereine, der Bergische Geschichtsverein und der
Sauerländische Gebirgsverein sowie der Landschaftsverband
Rheinland beteiligten.
Die Texte auf den Tafeln verfasste Heimatforscher Egon Viebahn, der in
hohem Alter in Remscheid lebt. Er verfasste auch das in 2. Auflage
vorliegende Buch „Hämmer und Schleifkotten im
Gelpetal" (erschienen im Born-Verlag). Die Städte Wuppertal
und Remscheid nahmen den Lehrpfad in ihre Obhut. Er wurde zum Muster
für kommunalpolitische Zusammenarbeit. Auch das hier gezeigte
ehrenamtliche Engagement von Bürgern war beispielhaft.
Wuppertaler
Tafel - wirksame Hilfe in der Wirtschaftskrise
Das Jahr 2009 brachte den größten Rückgang
der Wirtschaftsleistung seit Bestehen der Bundesrepublik und als Folge
für viele Menschen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Doch dank
der ungeschmälerten Unterstützung durch Lebensmittel-
und Geldspenden und viele ehrenamtliche Helfer konnte die Wuppertaler
Tafel gerade in dieser Situation ihre Hilfe für
bedürftige Menschen in vollem Umfang fortführen und
ausbauen.
Zur Kantine im Tafelgebäude am Kleinen Werth kommen
täglich insgesamt bis zu 1.000 Menschen, wo Tag für
Tag drei Mahlzeiten kostenlos ausgegeben werden. Außerdem
gibt es werktags eine Kindertafel mit kindgerechten Mahlzeiten,
verbunden mit Spiel- und Bastelmöglichkeiten und Hilfe bei
Schularbeiten. In vier Tafelläden in Wuppertal werden
regelmäßig die vom Handel gespendeten
überschüssigen Lebensmittel ausgegeben. Im April 2009
wurden für die Lebensmittelausgabe Berechtigungsausweise
eingeführt, die jeweils zum wöchentlichen Besuch
eines Tafelladens nach eigener Wahl und einem zweiten Besuch in der
Ausgabestelle in Barmen berechtigen. Zusätzlich erhalten rund
40 soziale Einrichtungen in Wuppertal regelmäßig
Lebensmittel von der Tafel (z. B. die Aidshilfe, Gleis 1, der Caritas
Jugendschutz u.v.a.m.).
Das „Sozialmobil" steht allabendlich etwa eine halbe Stunde
am Berliner Platz, am Rathaus Barmen, am Wichlinghauser Markt und an
der Schloßbleiche in Elberfeld und verteilt heiße
Suppe, belegte Brötchen, Gebäck, Obst und
Milchprodukte. Donnerstags folgt dem Sozialmobil das
„Medimobil", in dem Ärzte und Krankenpfleger
kostenlose medizinische Hilfe anbieten.
Im „Kaufhaus der kleinen Preise" können
Bedürftige gut erhaltene Kleidung, Möbel oder
Haushaltsgeräte zu geringen Preisen erwerben. Ferner hat die
Wuppertaler Tafel einen Bücherbasar, der auch einen wichtigen
Beitrag zur Finanzierung der Tafel leistet. Außerdem
erhält die Wuppertaler Tafel Einnahmen aus
Bußgeldern der Justiz sowie Geld- und Sachspenden, die den
laufenden Betrieb sichern.
Mehr
Informationen:
Berichte über die Wuppertaler Tafel in der Vereinszeitschrift:
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Der Archäologe Wilhelm
Dörpfeld (1853-1940)
Der Namenspatron des
altsprachlichen Gymnasiums in der Elberfelder Südstadt wurde
1853 in Barmen-Wupperfeld als Sohn des Pädagogen Friedrich
Wilhelm Dörpfeld (1824-1893) geboren. Nach dem Abitur am
Barmer Gymnasium studierte er an der Bauakademie in Berlin, wo er 1876
das Bauführer-Examen ablegte. Ab 1877 war er bei den
Ausgrabungen in Olympia tätig. Seit 1882 arbeitete er als
Architekt am Deutschen Archäologischen Institut in Athen,
dessen Direktor er 1887 wurde. Dörpfeld leitete 25 Jahre diese
Forschungsstätte und führte zahlreiche Ausgrabungen
an Schauplätzen altgriechischer Kultur durch, u.a. in Troja
und Tiryns (zeitweise mit Heinrich Schliemann), auf der Akropolis in
Athen, in Pergamon und auf der Insel Leukas. Dörpfeld
führte moderne Grabungsmethoden für die
wissenschaftliche Forschung ein. 1912 ließ sich der
58-Jährige vorzeitig in den Ruhestand verabschieden, um sich
neuen Aufgaben ohne die Belastung durch ein Amt widmen zu
können. Dörpfeld, der selbst nicht promoviert war,
wurden von Universitäten im In- und Ausland sieben
Ehrendoktorhüte verliehen. 1919 wurde er Honoraprofessor an
der Universität in Jena. Dörpfeld lebte jetzt in den
Sommermonaten in Deutschland, während er den Winter oft auf
Leukas verbrachte und noch manche Ausgrabungen in Griechenland machte,
Vorträge hielt und Studienreisen leitete. 1938 wurde das
Altsprachliche Gymnasium in Wuppertal (inzwischen waren die Barmer und
Elberfelder Schule vereint worden) nach Wilhelm Dörpfeld
benannt; damit kam der Schulleiter einer nationalsozialistischen
Benennung zuvor. Dörpfeld starb am 25. April 1940 auf Leukas
und wurde auch dort bestattet.
70 Jahre nach seinem Tod sind Wilhelm Dörpfelds
handschriftlich verfasste „Daten meines Lebenslaufs und
Aufsätze und Vorträge" jetzt in einer
griechisch-deutschen Gemeinschaftsarbeit als Buch erschienen. Bis ins
Jahr 1934 hatte Wilhelm Dörpfeld die Einträge von
eigener Hand geschrieben; als seine Sehkraft zu schlecht wurde, hat
seine Sekretärin, eine Nichte, dies fortgeführt. Der
Wuppertaler Historiker Prof. Dr. Klaus Goebel hat die handschriftlichen
Aufzeichnungen transkribiert. Die deutsche Originalfassung wird durch
eine griechische Übersetzung ergänzt.
Klaus Goebel, Chara Giannopoulou (Hg.): Wilhelm Dörpfeld,
Daten meines Lebens. Verlag Peri Technon, Patras (Griechenland).
Deutsch/Griechisch, 320 S., 32 Abb., 19,80 Euro. Zu beziehen beim
Kulturzentrum der Stadt Leukas, 31100 Leukas (Griechenland). Tel. 00 30
26450 26711. E-mail: lefkasf@otenet.gr
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