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45 Jahre in der Elberfelder Südstadt:
Medizinische Fußpflege und Kosmetik H.-J. Schneider.

Vieles hat sich in unserer Südstadt seit 1965 verändert: ob Straßenführungen, der Bau der Uni auf der Schreinerswiese, die Steinbecker Meile oder die Errichtung anderer Bauwerke haben Einfluss auf das Erscheinungsbild und die Bewohner unseres Stadtteiles genommen.


Viele Geschäfte oder Dienstleister schlossen leider im Lauf der Jahrzehnte aus diversen Gründen ihre Ladenlokale. Zum Glück sind einige von ihnen trotz des Strukturwandels verblieben, zu wenig neue Gewerbetreibende lassen sich in der Südstadt nieder. Eine „Institution" ist im Dienst an der Kundschaft seit 45 Jahren dem Stadtteil treu verbunden: die medizinische Fußpflegepraxis und Kosmetik Hans-Joachim Schneider mit seiner Frau in der Kölner Straße 12. Nicht nur die Praxis sondern die Inhaber selbst sind aus dem Menschenbild unseres Stadtteiles nicht mehr wegzudenken.

das Ladengeschäft

Mit seinem ihm eigenen Humor und seinen Fachkenntnissen als Podologe hat er sich längst über unseren Stadtteil hinaus einen Namen gemacht. Aus der Familie eines orthopädischen Schuhmachers aus der Südstadt stammend, hat er sich schnell nach der Gesellenprüfung im neuen Beruf  spezialisiert. Er besuchte im Schwarzwald 2 Jahre eine Podologenschule und erwarb dort sein Staatsexamen. Dies unterscheidet ihn im heutigen Beruf von vielen Fußpflegern, die z.B. via Fernkurs ihre Kenntnisse erwarben und längst nicht alle Behandlungen an den Füßen durchführen dürfen. So muss ein Podologe ständig viele zusätzliche Fortbildungen durchlaufen, um z.B. eine Kassenzulassung zu behalten. Die Maßnahmen eines Podologen sind vielfältig und ergeben sich aus den Gebieten der inneren Medizin. Aufgrund des Podologengesetzes ist dieser als  medizinischer Fachberuf und nichtärztlicher Heilberuf definiert. Das Hauptaugenmerk legt Herr Schneider auf die Behandlung von Diabetikern mit Problemfüßen und Nagelkorrekturen, die so manche Operation am Fuß ersparen hilft. Auch das Thema der Fußhygiene  vom  Schweißfuß, der Schuppenflechte, über Verhornung bis zur Fuß- oder Nagelpilzbehandlung gehört in das Aufgabenspektrum dieses Podologen. In seiner Praxis müssen alle hygienischen Voraussetzungen für die tägliche Behandlung seiner Besucher gegeben  sein, Instrumente  müssen stets sterilisiert werden, Behandlungshilfsmittel absolut keimfrei sein. Auch die Beratung von Patienten, Hausbesuche in akuten Fällen und der Vertrieb von Pflegeprodukten in der Praxis gehören zum Aufgabenbereich des Ehepaares Schneider.

Die Behandlung der Füße ist gar nicht unbedingt ein Tabuthema in der Bevölkerung. Viele wenden sich in kosmetischen Fragen wie das Kürzen der Nägel oder Hornhautentfernung an einen Fußpfleger, jedoch kann der Podologe zusätzlich mit notwenigen medizinische Ratschlägen und Behandlungen einsetzen. So mancher Schweißfuß, den man vielleicht in der Vergangenheit zu oft und zu heiß gewaschen hat, wurde durch seine Ratschläge und die Verwendung entsprechender Pflegemittel geheilt und viele, teilweise gefährlich anmutende Nagelbettentzündungen geheilt. Wenn Schneiders ferienbedingt oder zum Ausspannen der Südstadt den Rücken zuwenden möchten, dann besuchen sie Deutschlands Norden im Bereich Bad Zwischenahn, Edewecht, Westerstede... sozusagen als 2. Heimat und Zufluchtsort und sicher findet sich am Urlaubsende dann im Rückreisegepäck ein Räucheraal, Ammerländer Schinken oder eine Rügenwalder Wurst als Vorfreude auf den nächsten Besuch.

Viele Patienten schwören auf die medizinische und menschliche Begleitung und das fachliche Urteil des Fachmannes und dessen Frau und hoffen, dass diese Praxis noch viele Jahre der Südstadt erhalten bleiben wird.



Mehr Informationen:

Bericht über die Fußpflege Schneider zum Jubiläum 40 Jahre:

Zeitschrift1-2005 fusspflege.html