|
Nach unserer Fahrt in den Norden
mit Lübeck und der Holsteinischen Schweiz (2006) und der Fahrt
in den Süden mit Ludwigsburg und Stuttgart (2007) ging es in
diesem Jahr quer durch Deutschlands Mitte in den Osten. Wir fuhren von
unserem Nordrhein-Westfalen aus durch Hessen, Thüringen und
Sachsen-Anhalt nach Leipzig, der größten Stadt in
Sachsen.
30 Mitglieder und 7 Gäste sind unserer Einladung gefolgt und
am 14. August morgens um 8 Uhr mit unserem bewährten
"Laune-Bus" vom Hauptbahnhof aus gestartet. Planung und Organisation
lagen - wie schon bei den früheren Reisen - in den
Händen unseres Beisitzers im Vorstand, Elmar Schneehorst, in
Zusammenarbeit mit den Damen und Herren unseres Veranstalters
Laune-Bus. Herr Schneehorst hat dann auch alljährlich in
unseren Heften über die Reisen berichtet. Aber: ist das
richtig, immer über das zu schreiben, was man selbst
organisiert hat?
Kaiser
Friedrich I.
Barbarossa am Kyffhäuser-Denkmal.
Aus dieser Überlegung
heraus hat Herr Schneehorst auf der Rückfahrt im Bus dazu
aufgerufen, dass die Reiseteilnehmer eigene Berichte über ihre
Eindrücke von Planung, Programm, Hotel und Erlebnissen von
unterwegs unserer Redaktion zur Verfügung stellen
mögen. Das würde sicher einen bunten Bilderbogen in
Worten ergeben und unter dem Strich das Urteil ermöglichen:
"So war es!"
Leider haben unsere Mitreisenden diese Idee nicht aufgegriffen. Kein
einziger Beitrag hat uns erreicht. Wir beschränken uns daher
im Folgenden auf einen Kurzbericht. Dennoch würden wir uns
riesig freuen, wenn unsere Teilnehmer uns zur Veröffentlichung
im nächsten Heft doch noch möglichst viele, kurze
Berichte schicken über alles, was ihnen bemerkenswert war.
Auch Kritik ist wichtig für die Gestaltung künftiger
Fahrten!
Jetzt also der Kurzbericht des Reiseleiters.
Die Fahrt begann bei gutem Reisewetter und ohne nennenswerten Stau. Wir
machten einen kurzen Zwischenstopp am Rasthof Kassel und gelangten bis
auf die Höhe von Nordhausen, wo eine Kontrolle durch die
Bundesanstalt für das Straßenwesen (nicht die
Polizei) für einen unfreiwilligen Aufenthalt sorgte.
Der Kyffhäuser bzw. das Denkmal lag schon lange in unserem
Blickfeld bei der Anfahrt durch die "Goldene Aue". Nach einem etwas
mühsamen Aufstieg zum Denkmal kamen wir gerade noch
rechtzeitig zu unserer Führung, die uns einen kompletten
Überblick über die Geschichte, die Legenden und den
Mythos des Berges gab. Neben dem imposanten Bauwerk (eingeweiht 1896)
hat uns der weite Rundblick mit dem Hauptziel zum Harz, wo wir im Jahr
2002 waren, am meisten begeistert. Für die
Abfahrt hatte unser Fahrer eine Durchfahrterlaubnis für den
Bus erlangt, sodass wir schnell und mühelos zum Fahrzeug
kamen. Schon bald war Leipzig erreicht. Auch das Einchecken im "Novotel
Leipzig City" ging schnell. Und die Zufriedenheit mit der Unterbringung
war schon bei den ersten Kontakten untereinander unverkennbar. Der
Abend stand zur freien Verfügung. Bei der Lage des Hotels
innerhalb der Innenstadt war das kein Problem.
...Die
Messehäuser in der Leipziger Innenstadt wurden zumeist
zwischen 1890 und 1914 erbaut. Die Durchgangshäuser haben im
Erdgeschoss Läden, in den oberen Etagen
Ausstellungsräume für die Messe..
Der Stadtrundgang am
nächsten Tag wurde leider durch
anhaltenden Regen behindert. Bei der auf zwei Gruppen aufgeteilten
Führung haben wir daher versucht, möglichst viel
"unter Dach" zu bleiben. Die Einkaufspassagen im neu gestalteten
Hauptbahnhof, der
ganze Stolz der Stadt, die alten Messehäuser (Speckshof,
Mädlerpassage usw.) wurden von den Führerinnen in
ihrer historischen Bedeutung vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt
bildeten dann die Nikolaikirche und die Thomaskirche, wo uns Einblicke
über das touristische Programm hinaus ermöglicht
wurden.
Mit dem Bus sind wir dann noch an den Stadtrand zum
Völkerschlachtdenkmal gefahren. Wegen des schlechten Wetters
haben wir aber auf den Aufstieg und den Rundblick verzichtet. Den
freien Nachmittag nutzten viele Teilnehmer für
eine Stadtrundfahrt mit städtischen Bussen, die ihre Station
direkt vor unserem Hotel hatten.
Am Abend ging es dann in "Auerbachs Keller" zu unserem vorbestellten
Abendessen. Ein Besuch dort gehört zu den Pflichten jedes
Leipzigbesuchers, sodass die 450 (?) Plätze alle belegt waren,
bei ständigem Wechsel. Wir wurden trotzdem schnell und
zügig bedient und waren auch mit dem Gebotenen voll zufrieden.
Ein dickes Lob für Küche und Bedienung...
Am Samstagmorgen fuhren wir mit
unserem Bus zur alten Domstadt
Merseburg. Mit einer äußerst sachkundigen, aber
auch launigen Führerin lernten wir das im Stil der Renaissance
erbaute Schloss (heute Rathaus) mit dem zugehörigen Park, den
benachbarten Dom mit romanischen und gotischen Bauabschnitten (leider
keine Besichtigung) und die Altstadt kennen, bevor es nach einem
kleinen Imbiss weiterging nach Bad Lauchstädt. Ein dortiges
Volksfest ließ die Besichtigung der spätbarocken
Gartenanlagen leider nicht zu. Unsere Führung konzentrierte
sich daher auf das Konzerthaus, das Stadtmuseum und das klassizistische
Goethe-Theater, wo wir Gelegenheit hatten, "backstage" zu sehen, wie es
vor 150 Jahren war. Der kleine Badeort war eine Art
Vergnügungspark für die Studentenschaft aus dem
benachbarten Preußen, wo sehr strenge Sitten herrschten.
|