Neubau an der Ohligsmühle
geplant
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Der Parkplatz an der Ohligsmühle, unmittelbar neben der
gleichnamigen Schwebebahnstation gelegen, bietet heute Platz
für 128 Autos und ist Tag für Tag rund um die Uhr
geöffnet. Am Abend und über Nacht sowie ab
Samstagnachmittag ist die Benutzung gebührenfrei. Nun
möchte die Stadt Wuppertal dieses rund 4.500 Quadratmeter
umfassende Grundstück verkaufen und qualitätvoll
bebauen lassen. Dazu ist eine EU-weite Ausschreibung erforderlich. In
der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung wurde die Vorlage vorgestellt
und mit großer Mehrheit befürwortet.
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Etwas futuristisch
wirkt die Gestaltungsidee, mit der die Wirtschaftsförderer im
Rathaus nach Investoren suchen.
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Die mögliche Bebauung
beschränkt sich aber nicht nur auf den heutigen Parkplatz. Sie
umfasst auch eine bis zu 79 Meter lange Fläche, die parallel
zum Parkplatz die Bundesallee in rund 5 bis 6 Meter lichter
Höhe überspannen wird. In diesen Baukörper
würde dann auch die Fußwegeverbindung integriert,
die heute von der Fußgängerbrücke geleistet
wird: ein kreuzungsfreier Fußweg vom Schwebebahnhof
über die Bundesallee hinweg zur Südstraße.
Der für Wirtschaftsförderung zuständige
Bereich der Stadt Wuppertal strebt bei dem Vorhaben an der
Ohligsmühle speziell solche Nutzungen an, "die das
Gesamtprofil des Standortes stärken. Dies sind Nutzungen, die
ein attraktives, urbanes Umfeld benötigen. Dazu
gehören Einzelhandel, hochwertige Dienstleistungen, Hotel und
Gastronomie sowie Nutzungen aus dem Bereich Kunst, Kultur und
Freizeit." Ausdrücklich ausgeschlossen werden sollen
Discounter-Nutzungen oder Billigpreisläden, bei denen auf
Bedienung, Beratung und Kundendienst weitgehend verzichtet wird. Auch
Fast-Food-Restaurants sollen außen vor bleiben. Man strebe
mit der Bebauung dieses zentralen Grundstücks "eine
Impulsfunktion für die Stadtentwicklung" an, heißt
es weiter in der städtischen Vorlage.
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Von oben erinnert der
Gestaltungsvorschlag an ein Bügeleisen mit
angehängter Seitenfläche. Rechts daneben in der
Modellskizze steht das städtische Verwaltungshaus an der
Alexanderbrücke, das baulich mit der Industrie- und
Handelskammer eine U-förmige Einheit bildet.
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Die heutigen 128 Parkplätze auf dem Grundstück
müssen auch von einem Investor nach der Bebauung in mindestens
gleicher Anzahl der Öffentlichkeit zur Verfügung
gestellt werden, außerdem kommen noch die
Stellplätze hinzu, die vom Bauordnungsrecht für die
Gebäudenutzungen vorgeschrieben sind. Diese
Stellflächen müssten dann wohl in einer
mehrstöckigen Tiefgarage unter dem etwa achtgeschossigen
Neubau geschaffen werden. Vielleicht könnten sie auch in dem
flachen Baukörper untergebracht werden, der die Bundesallee
überlagern soll.
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Blick
von Westen auf den großen Gerüstbogen der
Schwebebahn mit dem dahinter geplanten Neubau.
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Es wurde aber auch Skepsis geäußert, ob die an der
Ohligsmühle geplanten hochwertigen Nutzungsflächen
Abnehmer finden, zumal am Döppersberg mit dem Umbau weitere
Flächen für Dienstleister und Handel entstehen werden
und das Bahndirektionsgebäude größtenteils
leer steht. Einige Bezirksvertreter haben diese
Nutzungsflächen zusammen addiert und rund 44.000 Quadratmeter
ermittelt, für die Abnehmer zu suchen seien. Wenn im Jahre
2009 die Planungen für den Neubau fest stehen, könnte
dieser vielleicht schon im Jahre 2011 errichtet werden.
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Mit
ein wenig Phantasie könnte man hier an einen Schiffsbug
("Alexanderbrücke") mit seitlicher Landungsbrücke
("keiner wie wir") denken.
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