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NRW-Tag
Ein Blick zurück, der Wuppertaler NRW-Geburtstag

Vom 29. bis 31. August war es endlich soweit. Zwei Jahre Vorbereitung seitens der Wuppertal-Marketing Gesellschaft, insbesondere des Cheforganisators Bernd von Kürten, sollten in Erfüllung gehen.

Und was gab es für Unkenrufe im Vorfeld: "So 'nen Quatsch, der NRW-Geburtstag" - "Wen interessiert es?" -"Was soll das kosten?" - "Wer will es, muss man doch allerorts mit Straßensperrungen rechnen?" "Wo sollen die angeblichen 7.00.000 Menschen denn herkommen?" - "Wir haben nix zu feiern!"

Die Liste der Einwände, der Bedenkenträger, der schlechtgelaunten Nörgeleien ließe sich unendlich fortführen. Im Vorfeld gab es Tendenzen, dass die Veranstalter schier hätten verzweifeln können. Diese aber glaubten an ihr Event, sie hatten ein Bild vor Augen, wie es sein könnte, sie ließen sich durch nichts durcheinander bringen und organisierten, planten, entwickelten und verwarfen Ideen, wenn es Probleme gab. "Hut ab!" Gegen so viel Widerstand auf Linie zu bleiben bedarf es eines guten Teams mit gesundem Optimismus, mit der gehörigen Portion Mut und der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.

Und es sollte belohnt werden!
Der NRW-Tag war perfekt, es lief alles wie am Schnürchen, nicht zuletzt, weil der liebe Gott die Macher mit bestem Wetter ausstattete, das Einzige wo sie keinen Einfluss drauf nehmen konnten! Das Schönste war, die Wuppertaler konnten das Fest genießen. Die Bedenkenträger schienen ihre Meinung ändern zu können, es herrschte gute Laune, ja man spürte sogar einen gewissen Stolz auf diese Stadt, die sich ihren Gästen so herrlich präsentierte, man präsentierte sich einfach als Teil dieser Stadt mit und zwar von der besten Seite.

Es mag sein, dass so mancher Nörgler zu Hause blieb, das wäre schade, denn ohne, dass er selber einen Schritt aus seiner tristen Wirklichkeit macht, wird er die schönen Dinge des Lebens nie wahrnehmen und ein ewiger Nörgler bleiben, schlimmstenfalls mit Argumenten die nicht mal stimmen.

NRW-Tag


Haben Sie sich zum Beispiel Gedanken darüber gemacht, wer den ganzen Spaß bezahlen soll, bei den wirklich besorgniserregenden leeren Taschen unserer Stadt? Ich meine, es ist viel zu sehr untergegangen, dass die Stadt hier tatsächlich nicht mit zusätzlichen hierfür eingesetzten Geldern belastet wurde, wie sicher von vielen besorgten Bürgern vermutet.

Die Wuppertaler Wirtschaft und die Landesregierung, aber insbesondere die Wirtschaft, haben sich ins Zeug gelegt. Sie haben die Aktivitäten gesponsert, sie haben mit ihren Mitarbeitern Highlights geschaffen, die den Geburtstagsgästen Freude machten. Klar, es wird hier auch unternehmerisch gedacht, was ist den immensen Kosten entgegenzusetzen? Wie hoch ist der Imagegewinn des Unternehmens? Welche Menschen erreichen wir? Gehören sie zur Zielgruppe unseres Unternehmens etc., etc.?!

Aber es gehört auch eine ganze Portion, na sagen wir mal Wir-Gefühl dazu. Sich nicht zu engagieren, ist erheblich einfacher und garantiert billiger!

Und dies trifft auf jeden Einzelnen von uns zu, beim NRW-Geburtstag waren es die Mitglieder der Chöre, der Vereine, und die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer, die alle zum Gelingen beigetragen haben. Um sich einmal eine Vorstellung von diesem Einsatz zu machen, hier ein paar Zahlen: Die Wuppertaler Stadtwerke waren mit ca. 500 Personen im Einsatz, die Polizei mit ca. 600 Leuten sorgte für eine unauffällige Präsenz. Das THW (Technische Hilfswerk) mit 100 Freiwilligen, die Stadtverwaltung mit zig Hunderten aber auch Elektrofirmen und sonstige Handwerker, die Tag und Nacht alle an diesem Wochenende zur Verfügung standen!
 

Motorad-Artisten


Auch die feiernden Gäste haben mit ihrem Kommen, mit ihrer Begeisterung und, was beim NRW-Tag wohltuend auffiel, mit ihrem anständigen Verhalten zu der Bombenstimmung beigetragen. Es war toll, wie sauber die Straßen und Plätze blieben, dies ist nicht nur den Müllmännern und den 500 neuen Mülleimern der AWG/ESW zu verdanken, sondern auch der Disziplin der Besucher.

Keine unangenehm auffallenden Alkoholexzesse oder/und Prügeleien fanden statt, nein es war einfach nur schön. Die Leichtigkeit und Fröhlichkeit übertrug sich auf alle Besucher dieser riesigen Geburtstagsfete.

Wir sollten öfters feiern, es tut unserem Wir-Gefühl gut, es hilft gegen Verbreitung von schlechter Stimmung, es zeigt was Wuppertal zu bieten hat, denn Wuppertal sind wir selbst und können dies doch herrlich mitgestalten wie beim NRW-Geburtstag 2008.

Die nächste Gelegenheit wird kommen! Der Wuppertal-Geburtstag, die Stadt wird nächstes Jahr 80 Jahre alt, soll mit dem schon legendären "Langen Tisch" gefeiert werden. Und wie man hört, hat der kluge Oberbürgermeister Peter Jung Herrn von Kürten trotz seiner offiziellen Beendigung seines Arbeitsverhältnisses mit der Stadt, um die Cheforganisation gebeten.

Wenn wir von vornherein als Wuppertaler mitziehen, stellen wir vielleicht sogar den NRW-Tag in den Schatten, haben selber Spaß und werden so alle zu Wuppertal-Botschaftern, denn das Leben in dieser Stadt kann auch viel Freude machen.

S. Born