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Abschied von Bruder Lucianus Sprang


Das kleine Haus

Nicht jeder in der Südstadt wird Bruder Lucianus mit Namen gekannt haben. Aber der freundliche "Gärtner", der sich liebevoll um den Garten der Suitbertuskirche kümmerte, war beliebt bei Jung und alt.

Aufgewachsen im niederländischen Uden, trat er bereits mit 16 Jahren in den Kreuzherren-Orden ein, um Missionar zu werden.

Die Bürgerkriegsunruhen im ehemaligen Belgisch-Kongo ließen dies aber nicht zu. So kam er 1962 nach Wuppertal. Er wurde "Bruder Maler", half in Küche und Kirche. Durch die Jugendarbeit im Tal lernte er "astrein" deutsch zu sprechen.

Sein Lebenstraum, Missionar zu werden, ging 1974 in Erfüllung. Siebzehn Jahre lang arbeitete er auf der Kreuzherren-Mission Monga im Norden des Kongo. In Lingala, einer der vier Nationalsprachen des Kongo, predigte er den Menschen, lehrte sie Gemüse anzubauen, Schafe zu züchten und Brunnen zu graben.

Aus gesundheitlichen Gründen durfte er 1991 nicht mehr in den Kongo zurück. Diesmal entschied er sich sehr bewusst für Wuppertal. Der Pfarrgarten wurde sein Hobby. Die Kontakte zum Kindergarten, die seelsorgerische Arbeit im Reformierten Gemeindestift an der Blankstraße brachten ihm neue Erfüllung. Im Juni 2007 feierte Bruder Lucianus fröhlich seinen 70. Geburtstag. Am 25. Januar 2008 verstarb Bruder Lucianus. Viele Südtstädter verabschiedeten ihn beim Trauergottesdienst in St. Suitbertus und bei der Beerdigung in Beyenburg. Bruder Lucianus war ihnen ans Herz gewachsen.

Jürgen Staßen



Mehr Informationen:

Bericht in der Bürgervereinszeitschrift 1/2004

Wikipedia über den Kreuzherren-Orden:

Webseite des Erzbistums Köln: