| Anlass zur Gründung des Dachverbands
war 1957 ein
Beschluss des
Hauptausschusses des Stadtrats. Demnach sollte die Bedeutung der
(damals noch indirekt gewählten) Bezirksvertretungen auf Kosten der
Bürgervereine gestärkt werden. Zur Gründungsversammlung im Saal des
Wuppertaler Hofs kamen Vertreter von 24 Bürger-, Bezirks- und
Heimatvereinen. Es gab eine kontroverse Debatte über die Notwendigkeit
und Gestaltung des zu gründenden Verbandes, bis man sich schließlich
doch zusammenraufte. Der Stadtverband setzte sich das Ziel, „die
überbezirklichen Interessen und Anliegen der Bürger der gesamten Stadt
oder mehrerer Stadtbezirke mit den Einzelvereinen zu besprechen, zu
koordinieren und - soweit erforderlich - gegenüber Dritten,
insbesondere dem Rat der Stadt, den Bezirksvertretungen und der
Verwaltung zu vertreten und zu regeln." |
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Dr. Wilfried Penner (Mitte) mit den Vorstandskollegen des
Stadtverbands: Peter Vaupel (Schatzmeister, links), Prof. Dr. Wolfgang
Baumann, Kurt Florian (2. Vorsitzender) und Werner Zanner
(Schriftführer). |
Die Erwartung einzelner Mitglieder, man könne mit dem Stadtverband eine
außer- parlamentarische, gesamtstädtische Kontrollinstanz der
Bürgervereine etablieren, erwies sich in der Praxis als unrealistisch,
da hierzu die sachliche und personelle Ausstattung fehlte. Dennoch kann
der Stadtverband im Einzelfall bei wichtigen Entscheidungen den
Wünschen der Bürger Nachdruck verleihen. Außerdem verbessert er den
Informationsaustausch zwischen den rund dreißig Vereinen und
lädt regelmäßig zu Vertrags- und
Diskussionsveranstaltungen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und
Wirtschaft ein.
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| Oberbürgermeister
Peter Jung gratulierte dem Stadtverband und dankte
den Vereinen für ihre vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit. |
Seit 1995 erscheint das
„Stadt-Echo", mit dem sich der
Stadtverband auch nach außen besser darstellen kann als früher.
Von
1967 bis 1973 war übrigens Dr. Friedrich Hagemeyer vom Bürgerverein der
Elberfelder Südstadt Vorsitzender des Stadtverbands. Seit 1987 steht
Prof. Dr. Wolfgang Baumann an der Spitze des Dachverbands.
Das fünfzigjährige Jubiläum wurde in der Glashalle des
Sparkassengebäudes am Johannisberg gefeiert. Sparkassenchef Peter
Vaupel und Prof. Dr. Baumann begrüßten etwa 300 Gäste, die einen
festlichen Abend erlebten. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Wuppertaler
Ehrenbürger Dr. Willfried Penner die „Goldene Schwebebahn" des
Stadtverbands verliehen. Er ist der sechste Träger dieser Ehrennadel,
die der Stadtverband alle zwei Jahre an
Persönlichkeiten vergibt, die sich
in herausragender Weise um Wuppertal verdient gemacht haben. Bisherige
Träger sind: Johannes Rau, Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Dr. Horst
Jordan, Prof. Dr. Volker Ronge und Pina Bausch. Herr Rau und Herr
Jordan sind leider inzwischen verstorben.
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| Nach dem Festakt
versammelten sich die
Vorsitzenden der Einzelvereine und der Vorstand des Dachverbands zum
großen Gruppenbild. |
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Am 2. Juni wurde im Rathaus in Barmen die
Ausstellung der Bürger- und
Bezirksvereine eröffnet |
Anfang Juni folgte im Lichthof des
Rathauses in Barmen eine einwöchige
Ausstellung, in der sich die Bürger- und Bezirksvereine
präsentierten. Auch die beiden Elberfelder Bürgervereine stellten sich
hier auf Schauwänden vor. Die Nordweststädter breiteten einen
Bilderbogen mit den Titelseiten ihrer Zeitschrift aus und zeigten so
viele Fotos aus dem Verbreitungsgebiet Nordweststadt-Katernberg. Die
Südstädter berichteten schwerpunktmäßig von ihren Aktivitäten wie den
Mehrtagesreisen, den Theaterbesuchen auf Schloss Burg und den Besuchen
von Sonderausstellungen im Von der Heydt-Museum.
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