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50 Jahre Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine

Vor fünfzig Jahren, am 23. Mai 1957, wurde im Wuppertaler Hof der „Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal" gegründet. Vorläufer hatte es bereits 1911 in Elberfeld und 1927 in Barmen gegeben. Und nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal-Ost.
Bleichergruppe
Zur Festansprache von Prof. Dr. Wolfgang Baumann nahm die Bleichergruppe vor der Bühne Aufstellung.
Anlass zur Gründung des Dachverbands war 1957 ein Beschluss des Hauptausschusses des Stadtrats. Demnach sollte die Bedeutung der (damals noch indirekt gewählten) Bezirksvertretungen auf Kosten der Bürgervereine gestärkt werden. Zur Gründungsversammlung im Saal des Wuppertaler Hofs kamen Vertreter von 24 Bürger-, Bezirks- und Heimatvereinen. Es gab eine kontroverse Debatte über die Notwendigkeit und Gestaltung des zu gründenden Verbandes, bis man sich schließlich doch zusammenraufte. Der Stadtverband setzte sich das Ziel, „die überbezirklichen Interessen und Anliegen der Bürger der gesamten Stadt oder mehrerer Stadtbezirke mit den Einzelvereinen zu besprechen, zu koordinieren und - soweit erforderlich - gegenüber Dritten, insbesondere dem Rat der Stadt, den Bezirksvertretungen und der Verwaltung zu vertreten und zu regeln."
Penner mit Vorstandskollegen
Dr. Wilfried Penner (Mitte) mit den Vorstandskollegen des Stadtverbands: Peter Vaupel (Schatzmeister, links), Prof. Dr. Wolfgang Baumann, Kurt Florian (2. Vorsitzender) und Werner Zanner (Schriftführer).

Die Erwartung einzelner Mitglieder, man könne mit dem Stadtverband eine außer- parlamentarische, gesamtstädtische Kontrollinstanz der Bürgervereine etablieren, erwies sich in der Praxis als unrealistisch, da hierzu die sachliche und personelle Ausstattung fehlte. Dennoch kann der Stadtverband im Einzelfall bei wichtigen Entscheidungen den Wünschen der Bürger Nachdruck verleihen. Außerdem verbessert er den Informationsaustausch zwischen den rund dreißig Vereinen und lädt regelmäßig zu Vertrags- und Diskussionsveranstaltungen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ein.

Einhornapotheke
Oberbürgermeister Peter Jung gratulierte dem Stadtverband und dankte den Vereinen für ihre vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit.

Seit 1995 erscheint das „Stadt-Echo", mit dem sich der Stadtverband auch nach außen besser darstellen kann als früher.

Von 1967 bis 1973 war übrigens Dr. Friedrich Hagemeyer vom Bürgerverein der Elberfelder Südstadt Vorsitzender des Stadtverbands. Seit 1987 steht Prof. Dr. Wolfgang Baumann an der Spitze des Dachverbands.

Das fünfzigjährige Jubiläum wurde in der Glashalle des Sparkassengebäudes am Johannisberg gefeiert. Sparkassenchef Peter Vaupel und Prof. Dr. Baumann begrüßten etwa 300 Gäste, die einen festlichen Abend erlebten. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Wuppertaler Ehrenbürger Dr. Willfried Penner die „Goldene Schwebebahn" des Stadtverbands verliehen. Er ist der sechste Träger dieser Ehrennadel, die der Stadtverband alle zwei Jahre an Persönlichkeiten vergibt, die sich in herausragender Weise um Wuppertal verdient gemacht haben. Bisherige Träger sind: Johannes Rau, Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Dr. Horst Jordan, Prof. Dr. Volker Ronge und Pina Bausch. Herr Rau und Herr Jordan sind leider inzwischen verstorben.

Gruppenbild
Nach dem Festakt versammelten sich die Vorsitzenden der Einzelvereine und der Vorstand des Dachverbands zum großen Gruppenbild.

Ausstellung der Bürgervereine
Am 2. Juni wurde im Rathaus in Barmen die Ausstellung der Bürger- und Bezirksvereine eröffnet


Anfang Juni folgte im Lichthof des Rathauses in Barmen eine einwöchige Ausstellung, in der sich die Bürger- und Bezirksvereine präsentierten. Auch die beiden Elberfelder Bürgervereine stellten sich hier auf Schauwänden vor. Die Nordweststädter breiteten einen Bilderbogen mit den Titelseiten ihrer Zeitschrift aus und zeigten so viele Fotos aus dem Verbreitungsgebiet Nordweststadt-Katernberg. Die Südstädter berichteten schwerpunktmäßig von ihren Aktivitäten wie den Mehrtagesreisen, den Theaterbesuchen auf Schloss Burg und den Besuchen von Sonderausstellungen im Von der Heydt-Museum.


 Mehr Informationen zum Stadtverband:

http://www.stadtverband-wtal.de/