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Sehr
geehrte Mitglieder des Bürgervereins der Elberfelder
Südstadt e.V.,
sehr geehrte Damen und Herren,
seit nunmehr einem Jahrhundert engagieren sich Bürgerinnen und
Bürger in der Elberfelder
Südstadt für die Interessen ihres Stadtteils und die
Anliegen der dort lebenden Menschen.
Es erfüllt mich mit großer Freude, dem
Bürgerverein zu seinem runden Geburtstag gratulieren zu
dürfen.
Eine engagierte Bürgerschaft ist die wichtigste Voraussetzung
für ein demokratisch organisiertes Gemeinwesen. Die
Bereitschaft, für das gemeinsame Ganze und für
bestimmte Belange Verantwortung zu übernehmen, ist Grundlage
unserer demokratischen Gesellschaft. Engagierte Bürgerinnen
und Bürger prägen entscheidend das soziale Klima
einer Stadt. Wer sich freiwillig engagiert, leistet einen wesentlichen
Beitrag zu einem
Gemeinwesen, in dem Solidarität, Eigeninitiative und
Verantwortung einen hohen Stellenwert haben.
Die vielfältigen kulturellen und gesellschaftlichen
Aktivitäten, die der Bürgerverein Südstadt
regelmäßig veranstaltet, zeigen, dass sie an dem
Leitbild einer bürgerschaftlichen Gesellschaft, in der der
einzelne Verantwortung für das Ganze übernimmt,
mitwirken. Mit ihrem Engagement tragen sie in beeindruckender Weise
dazu bei, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit
ihrem Stadtteil identifizieren und sich darin wohl fühlen. Sie
als Mitglieder des Bürgervereins Südstadt nehmen eine
wichtige Mittlerfunktion zwischen den Menschen im Stadtteil auf der
einen und den kommunalen Entscheidungsträgern auf der anderen
Seite ein.
Ein Blick in die lange Geschichte zeigt, dass der Bürgerverein
Südstadt wichtige und
zukunftsfähige Projekte mit angestoßen hat, die
nicht nur für den Stadtteil, sondern auch
für Wuppertal im Ganzen von nachhaltiger Bedeutung
waren: zum Beispiel den Bau der Schwimmoper und der Bergischen
Universität.
Bürgerschaftliches Engagement braucht gute politische
Rahmenbedingungen. Menschen, die sich freiwillig engagieren, verdienen
Anerkennung von Politik und Gesellschaft. Zu Recht können
Menschen, die sich in ihrer Freizeit für die Belange der
Allgemeinheit einsetzen, von der Politik erwarten, dass sie die
politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für
ehrenamtliche Arbeit verbessert.
Ich möchte sie ermuntern, auch in Zukunft ihre Aufgabe so zu
definieren, wie sie es im
zurückliegenden Jahrhundert immer gemacht haben: als
Sachwalter der Interessen und
Wünsche der Bürgerinnen und Bürger
verantwortungsvoll an der Gestaltung der Elberfelder Südstadt
mitzuwirken.
Ich danke Ihnen für das Geleistete und wünsche Ihnen
für Ihre weitere Arbeit viel Erfolg!
Mit freundlichen
Grüßen
Manfred Zöllmer
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