| Liebe
Freunde und liebe Südstädter,
selbst
in sorgfältig vorbereiteten Festreden kommt es schon mal zur
Verwechslung zwischen einem Bürgerverein und einer Bezirksvertretung. Das
kann letztlich nur bedeuten, dass es sich offenbar um sehr ähnliche
Aufgabenfelder handelt, auf denen beide Organisationen tätig sind.
Und
das stimmt durchaus, wenn man die kritische Arbeit des Bürgervereins
der Elberfelder Südstadt für unseren Stadtbezirk über all die Jahre
betrachtet: Da werden Hoffnungen, Wünsche, Mängelnachrichten,
Verbesserungsvorschläge und Mitentscheidungsabsichten der Bürgerinnen
und Bürger dem Bürgerverein zugetragen. Der Bürgerverein greift diese
Fakten auf und wendet sich – dank seiner spürbaren
Anerkennung durchaus nicht ohne Erfolg – an die
Elberfelder Bezirksvertretung, also dem gewählten Stadtteilparlament,
um die Umsetzung sinnvoller Vorschläge und die Verhinderung kritisch zu
betrachtender (Verwaltungs-)Absichten zu erreichen.
Das
ist einer der wesentlichen Erfolgsteile der Bürgervereinsarbeit in der
Gegenwart. Und ich kann nur wünschen, dass der Bürgerverein, wenn er
erst einmal all die vielen Glückwünsche und Lobreden zu
seinem bemerkenswerten Jubiläum verdaut hat, auf diesem Wege mit aller
Kraft weitergeht. Die Bezirksvertretung, in der der
Bürgervereinsvorsitzende ständig Mitspracherecht hat, bietet ihre
Zusammenarbeit unverändert nachdrücklich an.
Und wie
war nun der beschreibbare Unterschied zwischen einem Bürgerverein und
einer Bezirksvertretung? Vielleicht kann man das so sagen:
Eine
Bezirksvertretung, vom Wähler alle 5 Jahre relativ pauschal beauftragt,
reagiert in der Regel, manchmal auch gebunden an „gesamtstädtische
Interessen“, ein Bürgerverein ist indes in erster Linie für seinen
Stadtbezirk agierend, deutlich fordernd, empfindsam aktiv, sozusagen an
der Spitze der Gestaltungswilligen vorneweg.
In
diesem Sinne wünsche ich dem Bürgerverein weiterhin viele, viele
Erfolge!
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