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Grußwort der
Stadtsparkasse Wuppertal zum
100-jährigen Jubliäum des
Bürgervereins der Elberfelder Südstadt e. V.

von Peter H. Vaupel
- Vorsitzender des vorstandes der Stadtsparkasse Wuppertal -


Peter H. VaupelVerantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.” Die genaue Quelle für dieses Zitat ist nicht bekannt. Es wird sowohl dem chinesischen Philosophen Laotse, der vor über 2.000 Jahren lebte, als auch dem französischen Komödiendichter Molière vor fast 400 Jahren zugeschrieben.

Unabhängig davon, wann dieser Satz geprägt worden ist, bis heute trifft er den Kern dessen, was das Engagement des Einzelnen für die Gemeinschaft ausmachen sollte. Denn wie kann man glaubhaft über Verwaltung oder Politik klagen, ohne sich selbst aktiv, statt lediglich verbal ins gesellschaftliche Leben einzubringen. Reden lässt sich leicht und viel. Aber Handeln braucht Zeit, Mut, Überzeugung und nicht zuletzt
Verantwortungsgefühl.

Diese Wahrheit hatten die Gründer des „Bürgerverein der Elberfelder Südstadt” vor 100 Jahren erkannt und in Taten umgesetzt. Und bis heute bringen sich engagierte Bürger nach wie vor ganz persönlich in die Belange ihres Stadtteils ein.

Dies ist keine Selbstverständlichkeit in einer Zeit, in der wir Menschen gern dem Staat und seinen Verwaltungen die Verantwortung für das Funktionierenunserer Gesellschaft übertragen. Der bekannte Psychologe Alexander Mitscherlich hat das folgendermaßen beschrieben: „Das Verhalten des Menschen wird in der sozialen Ebene durch die Dreiheit von Triebgehorsam, Lerngehorsam und Gewissensgehorsam reguliert - und außerdem
ist er fähig, in allen Ebenen ungehorsam zu sein.”

Die Gründer wie die heutigen Mitglieder des „Bürgerverein der Elberfelder Südstadt” waren und sind im wahrsten Sinne des Wortes ungehorsam und sind den Plänen städtischer Institutionen nicht blindlings gefolgt. So manche Vorstellungen vom „grünen Tisch” hat sich durch das Engagement des Vereins positiv verändert. Auch das Bewusstsein der Bürger auf der einen, wie das von Politik und Verwaltung auf der anderen Seite hat ist heute ein anderes, als es das ohne den Verein wäre. Vor diesem Bürgerengagement und dem Erfolg
ziehe ich den Hut.

Die Sparkasse verfolgt die Tätigkeit der Bürgervereine seit langem nicht allein mit Sympathie. Sie unterstützt sie auch aus voller Überzeugung und ist - u.a. - nicht ohne Grund Mitglied aller Wuppertaler Bürgervereine. Denn Engagement für die Stadt und seine Bürger ist für die Sparkasse ein wichtiger Teil des eigenen Selbstverständnisses. Handeln „Hand in Hand mit dem Bürger” haben wir das vor ein paar Jahren einmal formuliert.

Im Namen der Stadtsparkasse Wuppertal wünsche ich dem
„Bürgerverein der Elberfelder Südstadt”
auch weiterhin viel Erfolg und vor allem das
Engagement vieler Menschen.

Peter H. Vaupel