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Baustellen in Elberfeld

Die Arbeiten zur kompletten Erneuerung der Blücherbrücke, die im Januar 2006 für den Autoverkehr gesperrt wurde, zieht sich länger hin, als ursprünglich geplant war. Die letzten großen Betonträger wurden im April zu nächtlicher Stunde mit einem mächtigen Kran eingebaut, wenn der Eisenbahnverkehr eine Pause machte. Statt in diesem Sommer kann nun erst im Herbst mit der Fertigstellung gerechnet werden. Erst dann wird auch der Südstraßenring mit dem Kleeblatt in beiden Richtungen voll befahrbar sein.

Wenn die Blücherbrücke wieder freigegeben ist, stehen an weiteren Brücken Sanierungsarbeiten an. Dies betrifft zum einen die Südbrücke beim Steinbecker Bahnhof, zum anderen die drei Wupperbrücken am Brausenwerth, an der Ohligsmühle und an der Tannenbergstraße. Alle diese Vorhaben müssen abgeschlossen sein, ehe im Laufe des Jahres 2009 mit dem mehrfach verschobenen Umbau des Knotens Döppersberg begonnen werden kann.

Zunächst steht aber auch noch eine andere Straßensperrung an. In der Wolkenburg müssen Kanalbauarbeiten durchgeführt werden, die sich über etwa 18 Monate hinziehen werden. Während dieser Zeit kann die Buslinie 628 hier nicht verkehren. Die Busse werden, von der Haltestelle Morianstraße kommend, über die Bundesallee und Friedrich-Engels-Allee bis zur Bendahler Straße umgeleitet, also über die Talsohle fahren. 

Sperrung der Wolkenburg

Die Straße Wolkenburg muss für anderthalb Jahre für den Verkehr gesperrt werden.

Damit können die Haltestellen Distelbeck und Haubahn, von der City kommend, nicht per Bus erreicht werden. Da aber im Umfeld dieser Haltestellen dicht bebaute Wohngebiete sind, hat unser Bürgerverein den Stadtwerken vorgeschlagen, die Buslinie 620 in Fahrtrichtung Ronsdorf vorübergehend über die alte Route umzuleiten, die sie in den siebziger Jahren noch benutzte. Dann würde der Bus 620 von der Morianstraße aus hinauf zur Haltestelle 10 (gegenüber vom Intercity-Hotel Kaiserhof) fahren und auch die Haltestelle Distelbeck bedienen. Dies wäre für viele Fahrgäste eine Erleichterung, wenn sie nach den Einkäufen in der Innenstadt wieder ihr Wohnquartier erreichten. Ob die WSW auf unseren Vorschlag eingehen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. In der Sitzung der Bezirksvertretung vom 6. Juni hatten sie lediglich von der geplanten Einrichtung eines Anruf-Sammel-Taxis (AST) für "mobilitätseingeschränkte Personen" während der Umleitungszeit berichtet.

Sanierung Islandufer

Am Islandufer wird die Stützmauer saniert. Zur Wupper hin wird eine Terrasse angelegt.

Auch im City-Bereich gibt es mehrere Baustellen. Am Islandufer wird die Mauer mit dem Gehweg am Wupperufer saniert. Außerdem wird nahe der Alexanderbrücke eine mehrstufige Terrasse mit Sitzgelegenheiten gebaut.

An der Ecke Hofkamp/Morianstraße gähnte über Monate eine kahle Baugrube, nachdem das Hertie-Gebäude abgerissen worden war und der Beginn des Neubaus sich verzögerte. Als Hauptmieter soll hier der Fachmarkt "Saturn" einziehen, der sich noch im Obergeschoss des Kaufhofgebäudes befindet. Der Neubau wird niedriger ausfallen und statt des Hertie-Parkdecks eine Tiefgarage erhalten.

Abriss Hertie

Der Abriss des Hertiegebäudes zog sich monatelang hin, da an der stark befahrenen Morianstraße anfangs nur nachts gearbeitet werden konnte, weil unmittelbar neben dem Gebäude die meistbefahrene Busspur verläuft. Außerdem mussten manche Asbest-Einbauten vorsichtig herausgetrennt und gesondert entsorgt werden. Das Foto wurde im Oktober 2006 aufgenommen.

AlternativtextSchneller geht es am Wall. Das Bekleidungshaus Peek und Cloppenburg ist vorübergehend in das ungenutzte Gebäude von Koch am Wall umgezogen, weil das einstige Klischan-Haus am Wall, Ecke Schlössersgasse abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Hier begann die Entkernung des Altbaus unmittelbar nach dem Auszug. Zum Glück ist hier keine Umleitung der Linienbusse nötig