Neuer Heimleiter im Altenheim Neviandtstraße

Winfried Knapper

Seit Juni 2006 bin ich als neuer Heimleiter in dem städtischen Alten- und Pflegeheim in der Neviandtstraße beschäftigt.

Verschiedentlich wurde ich gebeten, mich einmal kurz schriftlich vorzustellen. Dabei merkte ich, dass es gar nicht so einfach ist, über sich selbst zu berichten. Bequemer wäre ein Interview, weil man dann weiß, was den Leser interessiert. Meine ersten Kontakte zur Pflege ergaben sich während meines Zivildienstes, den ich in einem Altenpflegeheim in Solingen ableistete. Die Tätigkeit bereitete mir soviel Freude, dass ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger am damaligen städtischen Klinikum Barmen absolvierte und dann zur Erweiterung meines Horizonts zwei Jahre im Bethesda-Krankenhaus arbeitete. Von 1990 bis 1992 besuchte ich am Klinikum Remscheid die Weiterbildung zum Anästhesie- und Intensivfachpfleger und leitete zehn Jahre die operative Intensivstation. Während dieser Zeit absolvierte ich berufsbegleitend das vierjährige Studium zum Pflegewirt an der Katholischen Fachhochschule in Köln. Im November 2003 wechselte ich zu den städtischen Alten- und Pflegeheimen der Stadt Wuppertal und war zunächst bis zum Mai dieses Jahres als Pflegedienstleiter im Altenheim an der Vogelsangstraße beschäftigt. Im Juni wurde mir die Stelle der Heimleitung in der Neviandtstraße übertragen. Viele, die dieses Heim kennen, werden sich fragen: "Und was ist aus der bisherigen Heimleitung, Frau Dr. Schön-nenbeck geworden?" Die Ärztin Dr. Hildegard Schönnenbeck gehört weiterhin zum Leitungsteam und übernimmt die medizinische Beratung. Gerade bei der von uns betriebenen zielgruppenorientierten Arbeit ist eine fachkundige Begleitung sehr wichtig und für alle Beteiligten wertvoll. Darüber hinaus ist Frau Schönnenbeck heimübergreifend für alle städtischen Heime in der Qualitätssicherung tätig. Als Leitungsteam verstehen wir uns als Dienstleister mit unterschiedlichen Schwerpunkten für unsere Bewohner und deren Angehörige bzw. Betreuer. Häufig wurde und werde ich darauf angesprochen, wie ich diesen Wechsel von der Akutpflege im Krankenhaus hin zur Betreuung chronisch Kranker und Langzeit-Pflegebedürftiger erlebt habe. Zunächst war ich erschlagen von der Fülle der zu berücksichtigenden Formalitäten. Wer wird schon im Krankenhaus mit der ganzen Bürokratie der Pflege-Einstufung konfrontiert? Dafür ist es aber wirklich schön, dass der Kontakt zu den Bewohnern viel intensiver ist. Es ist, im Vergleich zum Krankenhaus, eine wahre Entschädigung für den Berufsalltag, wenn einem die Bewohner abends, wenn man das Heim verlässt, noch ein "Tschüss, bis morgen!" hinterher rufen.

Winfried Knapper