Pater Adrianus Post verstorben

Kurz vor seinem Abschied als Pfarrer der Gemeinde St. Suitbertus und dem Eintritt in die wohlverdiente ruhige Lebensphase, ohne den Stress des Pfarramtes, ist Pater Adrianus Post am 27. September plötzlich und unerwartet gestorben. In vier Jahrzehnten war er in der Gemeinde ein beliebter Seelsorger.

Adrianus Post, von seinen Verwandten und in der Gemeinde meist kurz "Adri" genannt, stammte aus den Niederlanden. Er wurde am 24. Februar 1935 in Rotterdam geboren. Als Kind lebte er in der Pfarrei der dortigen Kreuzherren. Schon früh haben die Patres in ihm den Wunsch geweckt, Priester zu werden. Seine gymnasiale Ausbildung absolvierte er auf dem Kreuzherrenkolleg in Uden. 1956 trat er ins Noviziat der Kreuzherren in Neeritter ein, seine erste Profess war im Jahr 1957. Danach erfolgte die philosophische und theologische Ausbildung in den Kreuzherrenklöstern in Zoeterwoude und St. Agatha-Cuyk. Dort wurde er 1962 zum Priester geweiht. Seine erste Erfahrung in der Pastoral machte er 1963 in Nijm-wegen in der "Verrijzens parochie".


Pater Adrianus Post OSC

1964 ging er nach Wuppertal zum Kreuzherrenkonvent St. Ursula und in die Pfarrei St. Suitbertus. Hier arbeitete er zunächst als Kaplan, ab 1978 als Pfarrer und ist dort geblieben. Alle Veränderungen, Neuerungen und Verschiebungen hat Adrianus Post miterlebt, durchlebt und überlebt. Zuletzt blieb er alleine übrig. Viele Funktionen und Aufgaben im Kloster und in der Pfarrei hat er übernommen: im Kloster war er Rektor und Prior, in der Pfarrei war er Kaplan und Priester. Am liebsten hatte er es mit den einzelnen Menschen zu tun. Die Quelle, aus der er trotz aller Widrigkeiten geschöpft hat, war sein Vertrauen in Gott. Beerdigt wurde Pater Adrianus Post auf dem katholischen Friedhof in Beyenburg.

Mit dem Tod von Pater Adrianus Post endet auch die Geschichte des Kreuzherrenklosters St. Ursula in der Elberfelder Südstadt, da er der letzte Bewohner des Klosters war, das seit 1954 in der Chlodwigstraße bestand.


Das Zeichen der Kreuzherren.