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Liebe Mitglieder, im vorigen Heft hatte ich Sie gebeten, zur Wahl zu gehen. Leider hat es nichts genutzt. Die Elberfelder waren mit 44,44 % die faulsten Wähler in ganz Wuppertal. Ich habe mir die Mühe gemacht, diejenigen nach ihren Gründen zu fragen, die offen zugaben, dass sie nicht wählen gegangen sind. Die ersten sind diejenigen, die keine Antwort wissen, weil sie zu bequem sind, sich Gedanken zu machen und zur Wahl zu gehen. Die zweiten sind die Leute, die im Brustton der Überzeugung von sich geben, die Parteien machen doch alle dasselbe. Dabei gibt es jetzt unter den acht im Rat vertretenen Parteien drei verschiedene Meinungen zum Umbau Döppersberg. Die einen wollen ihn wie beschlossen, andere mit Änderungen und wieder andere überhaupt nicht. Die schlimmsten sind diejenigen, die nur gegen Bares wählen wollen. Ein junger Mann sagte mir: "Wenn Sie mir 50 Euro geben, gehe ich zur Wahl." Entsetzt war ich über eine Mutter von Drillingen, die im Lokal-Fernsehen äußerte: "Der Staat tut nichts für meine Drillinge. Deshalb gehe ich auch nicht zur Wahl." Die Dame hat dabei das Kindergeld, das sie bekommt, total vergessen. Ich bin noch mit der Auffassung groß geworden, dass man für die Kinder, die man zeugt, selbst zu sorgen hat. Besonders traurig finde ich, dass die Elberfelder ihren Oberbürgermeister gerade mit einem Drittel (32,78 %) aller Wahlberechtigten bestimmten. So hat unser neues Stadtoberhaupt, bezogen auf die gesamte Stadt, gerade mal 25,6 % aller Wahlberechtigten hinter sich. Trotzdem wünscht der Bürgerverein unserem Oberbürgermeister für die nächsten fünf Jahre alles Gute und eine glückliche Hand für unsere Stadt. Es beginnt der Umbau des Südstraßenrings. Wir werden ihn, wie alles was in unserem Stadtteil passiert, kritisch begleiten. Weil der Bürgerverein mit der Zeit geht, sind wir jetzt auch im Internet vertreten, und zwar unter: www.buergerverein-elberfelder-suedstadt.de Mit freundlichen
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