Meldungen aus der Elberfelder Südstadt

425 Jahre Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium

In Jahr 2004 feierte Wuppertals altsprachliches Gymnasium einen bemerkenswert hohen Geburtstag. Im Jahre 1592 gründete die evangelisch-reformierte Gemeinde in Elberfeld eine Lateinschule, die unmittelbar neben der Kirche am heutigen Kirchplatz angesiedelt war. 1821 wurde die Schule in die Grünstraße verlegt, wo heute der Kaufhof steht, und erhielt 1824 die staatliche Anerkennung als Gymnasium. 1876 zog die Schule in die Südstadt um und bezog das Gebäude Döppersberg 19, wo heute das Wuppertal Institut ansässig ist. Im Jahre 1893 zog das humanistische Gymnasium in einen Neubau mit Aula an der unteren Kölner Straße ein.


Das 1893 eingeweihte Gebäude des WDG wurde 1943 zerstört.

Nach der Städtevereinigung (1929) wurde das altsprachliche Barmer Gymnasium (Bleicherstraße) mit dem Elberfelder Pendant 1931 zum "Barmer Gymnasium in Elberfeld" vereinigt. 1938 erfolgte die Umbenennung in "Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium. " Der Namenspatron, ein berühmter Archäologe, hatte 1872 am Barmer Gymnasium das Abitur abgelegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude des WDG zerstört.

Noch 1945 begann der Schulunterricht in den Räumen der früheren Mädchenschule im Gebäude Mäuerchen 7, das mit der Sparkasse eine bauliche Einheit darstellte. Heute steht dort das City-Center. 1955 bezog das WDG das neue Schulgebäude am angestammten Platz nahe der Stadthalle, das später noch mehrere An- und Erweiterungsbauten erhielt. Eine Aula wurde im Jahr 2006 gebaut.
Übrigens: die Barmer Amtsschule wurde schon 1579 gegründet. Daher feierte man jetzt bereits den 425. Geburtstag mit insgesamt 12 fachbezogenen Veranstaltungen, die sich über das laufende Jahr verteilten. Am 25. September bildete ein sechsstündiger "Feier-Abend" im Großen Saal der Stadthalle den Höhepunkt.

Zum Jubiläum ist eine großformatige Festschrift erschienen. Elke Brychta hat sie im Auftrag der Vereinigung der Freunde des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums unter dem Titel "Geschichte(n) aus dem WDG 1579-2004" herausgegeben. Das reich illustrierte und 303 Seiten starke Buch ist nicht im Buchhandel, sondern nur im Sekretariat der Schule, Am Johannisberg 20, zum Preis von 20,- Euro erhältlich.

Mehr Informationen:

Bau der Aula:

Webseite des Gymnasiums:

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