|



|
Neues
Buch zur Schwebebahn
Wuppertals
schwebender Paternoster ist in den Jahren um seinen 100.
Geburtstag herum fast komplett erneuert worden. Das Stahlgerüst
mit seinen zahllosen Stützen längs der Wupper und den
Rundbögen über der Landstrecke im Wuppertaler Westen
wurde durch eine massivere Konstruktion ersetzt, die den höheren
Belastungen der künftigen Verkehrsdichte Rechnung trägt.
Die meisten Bahnhöfe aus der Zeit des Jugendstils wurden
gegen Neubauten mit großen Glasflächen ausgetauscht.
Die dekorativen Elemente der ersten Generation werden nur an der
Station Werther Brücke und zwei, drei weiteren Stellen
erhalten bleiben. Die neuen Stationen mit den Aufzügen bieten
dafür einen leichteren Zugang für Fahrgäste, denen
das Treppensteigen eine hohe Hürde bedeutet.
 So
sah die Station Wupperfeld vor der Erneuerung aus, nur die
Bahnsteige waren überdacht.
In seinem
neuen Bildband begleitet Herbert Günther zunächst die
historische Schwebebahn auf dem Weg von Oberbarmen nach Vohwinkel.
Er lenkt den Blick auf manche Details, an denen viele Benutzer der
Schwebebahn im Berufsverkehr tagaus, tagein meist achtlos
vorübergegangen sind. Der Autor hat in den Jahren 1995 bis
1999 viele Einzelheiten der Bahnhöfe und des Gerüsts
fotografiert, die bei dem Abriss der alten Bauelemente
verschwunden sind. So besaßen die bereits 1901 eingeweihten
Bahnhöfe von der Klüse bis nach Vohwinkel Satteldächer.
Auf dem erst zwei Jahre später in Betrieb genommenen
Abschnitt bis nach Oberbarmen wurden aus Kostengründen meist
nur die Bahnsteige überdacht, sieht man von den beim Barmer
Zentrum gelegenen Stationen Alter Markt und Werther Brücke
mit kompletter Überdachung einmal ab. Diesen Unterschied hat
man zwar auch bei den neu gestalteten Bahnhöfen beibehalten.
Die ganze Konstruktion des Gerüsts und der Stationen hat aber
durch die Erneuerung ein etwas stromlinienförmigeres Aussehen
erhalten. Die Unterschiede werden deutlich, wenn man die älteren
Bilder mit den jüngeren Aufnahmen im zweiten Teil des Buches
vergleicht, die aus der Zeit des Neubaus stammen.
Unter den
sorgfältig erläuterten Fotos finden sich auch
Abbildungen der einstigen "Probestrecke" in der
Varresbeck, wo man 1898 auf knapp 800 Metern Länge die ersten
Waggons auf die Schiene hievte, und eine Aufnahme der
Rückkehrschleife an der Kluse, die nur bis 1903 benutzt
wurde, bevor die Barmer Strecke hinzukam. Die 1974 erbaute
Wendeanlage am Zoo haben wir ja noch miterlebt; auch sie ist
inzwischen abgerissen worden. Mit über 140 Fotos liefert
Herbert Günther, Jahrgang 1951, einen guten Überblick
über das Wuppertaler Wahrzeichen und seinen Wandel im Laufe
von über 100 Jahren.
 Die
Station Zoo-Stadion erhielt jetzt ein Flachdach. Mit je zwei
Treppen zu den beiden breiteren Bahnsteigen ist man hier auch auf
erhöhten Fahrgastandrang bei Großveranstaltungen
eingerichtet.
Herbert
Günther: Die Wuppertaler Schwebebahn, Sutton-Verlag Erfurt
2004, ISBN 3-89702-679-1, 96 Seiten, Preis: 17,90 Euro.
Mehr
Informationen über dieses Buch im Internet...
http://www.suttonverlag.de/such_u_best/suche.php3?id=679
|