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Der Sozialverband VdK, Landesverband NRW, hat der Stadt Wuppertal eine
Auszeichnung mit Urkunde und Metallplakette verliehen, weil sie sich in
besonderer Weise für die Interessen behinderter Menschen stark
gemacht hat. „Die Urkunde und bronzene Plakette wird seit
1984
durch den Landesverband des VdK an Einrichtungen und Unternehmen
verliehen, die sich in herausragender Weise für die Interessen
behinderter Menschen einsetzen", erläuterte Thomas Zander,
Landesgeschäftsführer des VdK.
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Thomas Zander, OB Peter Jung, Berthold Cottschalk
und
Enno Schaarwächter vor der Plakette, die neben der
Rollstuhlrampe
des Opernhauses angebracht wurde.
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Konkret ging es dem VdK um das
Opernhaus, das
Anfang letzten Jahres nach umfangreichen Umbau- und
Sanierungsmaßnahmen wieder eröffnet wurde. Mit einer
kleinen
Feier wurde Ende August 2009 eine Bronzeplakette mit der
Prägung
„Unser Dank dem Bauherrn" an der Außenfassade des
Opernhauses enthüllt. Oberbürgermeister Peter Jung
nahm die
Urkunde im Beisein der Dezernenten Dr. Stefan Kühn (Soziales)
und
Matthias Nocke (Kultur), der Bereichsleiterin Angelika Sprenger
(städtisches Gebäudemanagement) und von Enno
Schaarwächter (Wuppertaler Bühnen) entgegen. Mit
dabei waren
außerdem Bernd Engels (Vorsitzender des Behinderbeirats) und
Charlotte Dahlheim (Behindertenbeauftragte). Thomas Zander und Berthold
Gottschalk (Vorsitzender des Kreisverbands Bergisch Land) vom VdK
enthüllten die Metalltafel.
OB Jung bedankte sich für die besondere Auszeichnung seiner
Stadt
und stellte die Verbesserungen vor, die im Zuge der Opernhaussanierung
zum Beispiel für Seh- und Hörbehinderte erreicht
wurden.
Dabei machte er deutlich, dass „Denkmalschutz und
Barrierefreiheit für die Stadt keine Gegensätze
darstellen"
und zählte auf, dass zur Verbesserung der
Lichtverhältnisse
die Luxzahlen bei der Beleuchtung erhöht sowie kontrastreiche
Oberflächen und Anlaufstellen zur persönlichen
Beratung und
Hilfestellung im Opernhaus bereitgestellt wurden. Zu den Verbesserungen
zählen auch Induktionsschleifen in bestimmten Sitzreihen zur
besseren Verständlichkeit für
Hörgeschädigte,
außerdem ein optisches Fluchtleitsystem für den
Notfall.
Treppenlifter, stufenfreie Eingänge oder
Rollstuhlplätze im
Parkett sind weitere Beispiele für die neue Barrierefreiheit
in
der Wuppertaler Oper. „Wir möchten vor allem dazu
beitragen,
dass das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung des
Barriereabbaus in unserer Stadt gestärkt wird", unterstrich
Jung.
„Barrierefreiheit ist keine Sondermaßnahme
für
Menschen mit Behinderung, sie kommt allen Menschen zugute."
Auch die Vertreter des VdK sehen
gute
Aussichten: „Für die Stadt Wuppertal ist das die
erste
Auszeichnung dieser Art, es wird sicherlich nicht die letzte sein. Wir
haben uns davon überzeugen können, dass die Stadt
Wuppertal
hier nämlich eine gute Zusammenarbeit mit der
Behindertenvertretung pflegt", äußerten Zander und
Gottschalk. So finden regelmäßige
Abstimmungsgespräche
zu den verschiedenen baulichen Maßnahmen durch das
Gebäudemanagement mit den Behindertenvertretern statt. Bei der
Behindertenvertretung ist man sich einig, dass der Abbau von Barrieren
selbstverständlich werden muss und nicht als
„Seniorenthema"
abgetan werden darf: „Barrierefreiheit ist ein Gewinn
für
uns alle", so Engels und Dahlheim.
Auch für die Wuppertaler Bühnen ist der barrierefreie
Umbau
des Operhauses ein großer Gewinn. „Wir
möchten uns auf
die Veränderungen in der Bevölkerung einstellen und
freuen
uns, dass sich niemand ausgeschlossen fühlen muss, nur weil
die
baulichen und technischen Voraussetzungen nicht gegeben sind",
erklärte Bühnenleiter Schaarwächter.
Seit 1984 wurden 250 solcher Plaketten vom Sozialverband VdK vergeben,
wobei gerade die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Opernhaus wegen der
historischen Bedeutung eine besondere Hausforderung darstellten,
unterstrich Zander. Nach dem Umbau werde auch die Schwimmoper in der
Südstadt zur Prädikatsauszeichnung vorgeschlagen.
Wechsel beim
Sozialverband VdK
Berthold Gottschalk, der bisherige Vorsitzende des VdK-Ortsverbands
Wuppertal-Elberfeld, leitet seit April 2009 den Kreisverband Bergisch
Land des Sozialverbands. Der Kreisverband umfasst die bergischen
Großstädte Wuppertal, Solingen und Remscheid und
zählt
mehr als 5.000 Mitglieder.
Britta Gref und Berthold
Gottschalk
Neue Leiterin des Ortsverbands
Elberfeld wurde
Britta Greb. Die junge Rechtsanwältin mit den juristischen
Schwerpunkten Medzinrecht, Arzthaftungsrecht, Strafrecht und
Sozialrecht ist außerdem stellvertretende Vorsitzende im
Kreisverband Bergisch Land.
Der alte und die neue Ortsverbandsvorsitzende wohnen übrigens
beide in der Südstadt. Anfang Dezember
begrüßten sie
bei der Jahresabschlussfeier im Mendelssohn-Saal der Stadthalle viele
Mitglieder und Gäste. Im Mittelpunkt des ersten Teils der
nachmittäglichen Veranstaltung standen Chorgesang und kurze
Ansprachen, Kaffeetrinken und gemeinsam gesungene Advents- und
Weihnachtslieder. Im zweiten Teil der Feier übernahm der
Künstler Ted Power das Mikrofon und versetzte mit seinen
Schlagern
das Publikum in ausgelassene Stimmung.
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