|
Das Jahr 2009 war in der Johanneskirche der Evangelischen
Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt und der Katholischen
Gemeinde St. Hedwig ein ganz besonderes Jubiläumsjahr. Man
kann nur den vielen Helferinnen und Helfern für ihre
Aktivitäten, ihr Durchhaltevermögen und ihren
Spaß an den vielfachen Gestaltungen danken. Beim
Dankeschönkaffee saßen dann auch auf der Terrasse
des Restaurantes Rigi Kulm mehr als 60 Aktive aus beiden Gemeinden, und
es waren längst nicht alle da! Was es zu feiern gab?
Für die Johanneskirche war 2009 das 60ste, für St.
Hedwig das 50ste Jubiläum. Und weil die Ökumene hier
gut funktioniert, wurde natürlich gemeinsam gefeiert! Da der
Jahrestag der Einweihung der Johanneskirche der 17. April 1949 und der
der Weihe der Kirche St. Hedwig der 13. September 1959 war, fingen die
Veranstaltungen im Frühjahr auf der
„Johanneskirchenseite" an und gingen über zur
„St. Hedwig-Seite". Mittig am 21. Juni fand im Park das erste
ökumenische Pfarrfest statt.
Den Auftakt machte im Februar der Architekt Peter Trabitzsch mit einem
Vortrag über Otto Bartning, den Architekten der
Johanneskirche. Trabitzsch, Gemeindeglied der Johanneskirche, kannte
Bartning und arbeitete als junger Architekt sogar mit ihm zusammen.
 |
Das
Festkonzert in St. Hedwig wurde von den Chören beider
Gemeinden gestaltet
|
Am 15. März ging es mit einem „Kleinen Gemeindefest"
weiter. Es präsentierten sich die Kreise und Gruppen der
Gemeinden mit Ausstellungsständen und luden zum Mitmachen ein.
Am 1. Ostertag wurde in einem Festgottesdienst der Einweihung der
Johanneskirche gedacht.
Das bereits erwähnte Gemeindefest im Park am 21. Juni begann
mit einem
verregneten ökumenischen Gottesdienst. Doch bald schon kam die
Sonne
heraus.
 |
Beide Gemeinden unterzeichneten die Charta Oecumenica, einen
„ökumenischen Knigge", mit dem man sich für
die Zukunft zu ökumenischem Verhalten verpflichtetet. Das
Areal neben Pavillon und Spielplatz glich einer Zeltstadt. Tische und
Bänke waren aufgestellt. Die Besucher ließen es sich
bei Bratwürsten, Reibekuchen, Kaffee und Kuchen gut gehen.
Viel Musik, Basteln, Feuerspucken, Schminken, eine Hüpfburg,
ein Bücherbasar und ein Trödelmarkt zählten
zum Programm und lösten ein quirliges Leben auf der Wiese aus.
Mit einem Gospelkonzert der Extraklasse des „The Gospel Train" aus
Bochum ging der Tag zu Ende. Viele nahmen ein
Jubiläums-T-Shirt, das Küster Henry Müller
kreiert hatte, oder ein Heft mit den bunten Kirchenfenstern der
Johanneskirche mit nach Hause.
In der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche St. Hedwig kamen die
vereinten Chöre und Instrumentalisten am 6. September um die
Zugabe nicht herum, nachdem sie ein ungeahntes
Leistungsvermögen eindrucksvoll demonstriert hatten. Engelbert
Brendel und Christine Göbel hatten darauf geachtet, dass
sowohl Musik zum Lobe Gottes als auch zur Demonstration der
Ökumene zum Vortrag kam. Die achtstimmigen
Doppelchöre (Pachelbel) und Handels Vertonung des Psalm 112
für fünfstimmigen Chor und Orchester vereinten die
Musiker der unterschiedlichen Konfessionen. Dieser Funke sprang auf das
Publikum über!
Last but not least fand am 13.
September die Festmesse zum 50. Weihetag von St. Hedwig statt, die von
den Kirchenchören St. Hedwig und St. Christophorus gestaltet
wurde. Ein Empfang mit der Vorführung eines historischen Films
über den Bau der Kirche und Grußworten betonten die
Bedeutung der Kirche.
Bleibt noch zu erwähnen, dass auch andere Jubiläen
Widerhall in der Johanneskirche fanden: das Vierzigjährige der
Bücherei, der 100. Kinderbibeltag, der 200. Geburtstag von
Felix Mendelssohn Bartholdy und der 500. des Reformators Johannes
Calvin.
G. Monhof
|