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Wuppertals Universität im Wettbewerb

Der Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal hatte zu seiner Frühjahrssitzung am 31. März den neuen Rektor der hiesigen Universität, Prof. Dr. Lambert T. Koch, als Gastredner eingeladen. Vor zahlreichen Vertretern der Bürgervereine, die sich im großen Sitzungssaal im Sparkassenturm eingefunden hatten, sprach Prof. Koch zum Thema "Die Bergische Universität im nationalen und internationalen Profilierungswettbewerb".

Der Wettbewerb zwischen den Hochschulen verstärkt sich, unterstrich Prof. Koch in seinen einleitenden Bemerkungen. In ihrem Selbstverständnis steht die Bergische Universität Wuppertal (BUW) in der humboldtschen Bildungstradition, benannt nach dem Geisteswissenschaftler Wilhelm von Humboldt, der vor 200 Jahren die Berliner Universität gründete. Zugleich liefert die BUW aber auch Beiträge zur internationalen Spitzenforschung und beteiligt sich am internationalen Wissenschaftstransfer.

Zum Stichwort Standortfaktor ist anzumerken, dass die Wuppertaler Uni innerhalb von Nordrhein-Westfalen sowohl einen Konkurrenten als auch einen Kooperationspartner zu anderen Hochschulen darstellt. Und im Wuppertaler Stadtgebiet verteilt sich die Universität auf drei Standorte mit Campus Grifflenberg (dort ist der Uni-Hauptkomplex), Campus Haspel und Campus Freudenberg. Diese räumliche Gliederung wird auch langfristig Bestand haben.

Unter dem Stichwort Daten nannte Prof. Koch einige aktuelle Zahlen und Fakten. An der BUW sind momentan ca. 13.700 Studierende immatrikuliert, darunter 1.880 Ersteinschreiber. Es sind ca. 1.200 Absolventen zu verzeichnen, die ihr Studium erfolgreich beendet haben. Der Personalbestand der Uni umfasst ca. 2.900 Beschäftigte, darunter sind aber auch zahlreiche Teilzeitstellen. Auf Vollarbeitszeit umgerechnet käme man auf ca. 1.200 Stellen. Es gibt rund 300 Professor(inn)en an der BUW.

Vortrag beim Stadtverband

Nach dem Vortrag beim Stadtverband (von links): Prof. Dr. Wolfgang Baumann (Vorsitzender), Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Kurt Florian (Schriftführer) und Peter Vaupel (Schatzmeister).

Zu den strategischen Maßnahmen, mit denen sich die hiesige Hochschule dem Wettbewerb stellt, zählt zum Beispiel die Einführung neuer Studiengänge, die zum Teil durch den Arbeitsmarkt bedingt wurden, aber auch der Ausbau des Weiterbildungsangebots. Außerdem wurde die enge Zusammenarbeit mit hochwertigen Partnern in Wissenschaft und Bildung auf nationaler und internationaler Ebene intensiviert.
Als neue Studiengänge werden an der Bergischen Universität duale Studiengänge angeboten, die eine Kombination von Ausbildung und Studium ermöglichen. Dies betrifft die Bereiche Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik sowie Druck- und Medientechnik.

Wegen der regen Nachfrage aus vielen Firmen wurde ein neuer Studiengang im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen eingerichtet. Dazu gibt es einen sechs semestrigen Bachelorstudiengang, an den sich ein Masterstudiengang mit Spezialisierungen anschließen kann.

zentrales Unigebäude

Das zentrale Gebäude im Campus Grifflenberg überquert die Gaußstraße, die nur an Sonn- und Feiertagen so ausgestorben wirkt.

Im Bereich Weiterbildung ist der Aufbau eines Hochschulangebots für unternehmensnahe Aus- und Weiterbildung vorgesehen, außerdem eine Zusammenarbeit mit der Technischen Akademie Wuppertal.

Zum Stichwort "außeruniversitäre Kooperationen" verwies Prof. Koch auf eine sehr lange Liste mit nationalen und internationalen Partnern. Aus dem Inland seien hier nur drei namhafte Beispiele genannt: Bayer AG, DB Netz AG und Daimler AG.

Außerdem unterhält die BUW 62 internationale Hochschulpartnerschaften in insgesamt 33 Ländern.

Unter dem Stichwort "Profillinien" ging Prof. Koch auf zukünftige Entwicklungen in Forschung und Lehre ein, die ein breites Spektrum umfassen. Hier sei nur als eines von vielen Feldern der Gesundheitssektor genannt. Auf diesem Gebiet können zum Beispiel Konzepte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz entwickelt werden, die auf verschiedene Ebenen abzielen:

  • die individuelle Ebene,
  • die Ebene von Organisationen,
  • die regionale bzw. gesellschaftliche Ebene.

Abschließend nannte der Referent einige namhafte Erfolge, die die Bergische Universität zu verzeichnen hatte, zum Beispiel internationale Auszeichnungen für einzelne Studiengänge, u.a. in der führenden Zeitschrift "Science" für Spitzenforschungsprojekte in Wuppertal.

Mit regem Interesse verfolgten die Zuhörer, auch in der anschließenden Diskussion, wie sich die vormalige "Gesamthochschule" mit der Umwandlung zur Bergischen Universität Wuppertal in den letzten Jahren verändert hat.


Mehr Informationen (frühere Berichte in der Vereinszeitschrift):

Der Campus Freudenberg

zschrift1-2005/meldungen-2.html

zschrift1-2004/uni-mensa.html

zschrift2-2007/gruss_ronge.html

Webseite der Bergischen Universität: