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Der
Bürgerverein der Elberfelder Südstadt ist seit langem
Mitglied des
gemeinnützigen Vereins AHK-Wuppertaler Tafel e.V. Deshalb
nutzen wir
die Gelegenheit, wieder einmal ausführlicher über die
Arbeit der Tafel
zu berichten und entnehmen einige Auszüge dem Jahresbericht
2008.
Im
Jahre 2008 beobachteten wir eine deutliche Steigerung der Nachfrage
nach den Leistungen der Tafel. Die Warteschlangen vor der Kantine und
vor den Lebensmittelausgaben haben sichtbar zugenommen. Die Kantine
gibt täglich zum Frühstück, Mittagessen und
Abendbrot durchschnittlich
1.000 Mahlzeiten aus. Etwa 300 Menschen holen sich ebenfalls
täglich
eine warme Suppe und belegte Brötchen an unserem Sozialmobil.
In den
sechs Tafelläden nahm die Zahl der Kunden um etwa 28% zu. Jede
Woche
kommen etwa 800 Menschen und werden mit Lebensmitteln für ihre
Familien
versorgt.
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Ein
neuer Tafelladen in Elberfeld: seit diesem Frühjahr hat die
Wuppertaler Tafel die Räume eines früheren
Lebensmittelgeschäfts in der
Friedrich-Ebert-Straße 264 gemietet, etwa 200 Meter westlich
der
Haltestelle Westende gelegen, wenn man die Einmündung
Vogelsaue
überquert hat. Die Ausgabestelle für Lebensmittel ist
jeweils montags
von 14.00 bis 15.30 Uhr geöffnet. Die Wuppertaler Tafel wird
hier von
Mitarbeitern des Stadtteilservice Wuppertal unterstützt.
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Besonders erfreulich hat sich die
2007 gegründete Kindertafel entwickelt. An allen Werktagen
kommen jetzt zwischen 40 und 50 Kinder von 4-12 Jahren. Frau Mayer und
ihr ehrenamtliches Team versorgen die Kinder nicht nur mit gutem, extra
für sie zubereiteten Essen, sondern sie beaufsichtigen die
Kinder auch beim Spiel.
Ganz besonders hat auch die Nachfrage nach gebrauchten Möbeln,
Hausrat, Kleidung und im Bücherbasar zugenommen. Damit wird
den finanziell schlecht gestellten Mitbürgern nicht nur die
Möglichkeit zum sehr preisgünstigen Einkauf gegeben,
sondern die geringen Preise und Gebühren tragen auch ganz
wesentlich zur Finanzierung des eigentlichen Tafelbereichs bei.
Erfreulicherweise erhält die Tafel weiterhin genug
Lebensmittel, um allen Gästen und Kunden wirksam zu helfen,
wenn auch nicht immer alle Wünsche nach Vielseitigkeit der
Waren erfüllt werden können. Geholfen hat dabei u.a.
eine Aktion der Firma Lidl, die in allen Läden besondere
Kühlschränke aufgestellt hat, in denen die
aussortierten verderblichen Waren bis zur Abholung durch die Tafel den
gesetzlichen Vorschriften entsprechend gelagert werden können.
Im Kantinenbereich reichen die bei Großküchen
eingesammelten fertigen Speisen oft nicht mehr aus, sodass unser Koch
selbst Speisen zubereiten muss. Die ursprünglich nur
für das Aufwärmen geplante Küche braucht
deshalb dringend eine Erweiterung. Ebenso leidet die Kindertafel, die
in einem abgetrennten Teil der Kantine untergebracht ist und besonders
auch das Tafel-Kaufhaus unter Raummangel. Möglichkeiten einer
räumlichen Erweiterung wurden schon seit Anfang 2008
diskutiert. Glücklicherweise ergab sich überraschend
die Möglichkeit der Erweiterung in das benachbarte
Gebäude der ehemaligen IMO-Druckerei. An der Realisierung
wird jetzt zügig gearbeitet.
Leider musste Anfang Oktober die Lebensmittelausgabe in Räumen
der Herz-Jesu-Kirche an der Ludwigstraße eingestellt werden,
da die Kirchengemeinde nicht länger bereit war, die
erheblichen Belästigungen durch einen Teil der Kunden
hinzunehmen. Mehrere schriftliche Ermahnungen unserer
Kunden hatten leider nicht den erhofften Erfolg.
Zur Absicherung der finanziellen Zukunft der Wuppertaler Tafel wurde
eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Ziel ist es,
im Laufe der Zeit z.B. durch Zustiftungen z.B. aus Erbschaften,
Vermächtnissen und größeren Spenden ein
Vermögen anzusammeln, aus dessen Ertrag ein wesentlicher Teil
der laufenden Kosten des Tafelbetriebs bestritten werden kann.
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Wie weiter oben dargestellt trifft die Arbeit der Tafel schon wieder
auf räumliche Grenzen. Seit dem Umzug zum Kleinen Werth nutzen
wir schon unentgeltlich Räume in der angebauten insolventen
IMO-Druckerei für den Bücherbasar und als
Möbellager. Anfang 2008 wurde das Gebäude an die
Firma GEBA verkauft, die es für soziale Zwecke instand setzen
will. Der Tafel wurde dabei das Angebot der Anmietung der
benötigten Erweiterungsflächen zu einem sehr
niedrigen sozialen Mietzins gemacht. Die derzeit laufende Planung geht
davon aus, den Bücherbasar weiter in
diesem Gebäude zu betreiben,
das Tafel-Kaufhaus durch einen Wanddurchbruch wesentlich zu
vergrößern und die Kindertafel sowie die
Lebensmittelausgabe in das Nachbargebäude zu verlagern. Es
wird damit gerechnet, dass der Umsatz des Tafel-Kaufhauses durch die
größere Verkaufsfläche weiter so gesteigert
werden kann, dass die Miet- und Nebenkosten der Erweiterung dadurch
abgedeckt werden können.
Viele Gruppen und Organisationen arbeiten daran, Not in unserer
Gesellschaft zu lindern. Die Besonderheit bei den Tafeln ist das hohe
ehrenamtliche Engagement und die Finanzierung ganz ohne
öffentliche Mittel. Wir geben uns größte
Mühe, die uns anvertrauten Mittel möglichst effektiv
einzusetzen. Wir glauben,
dass die Tafeln und unsere Wuppertaler Tafel einen wichtigen Beitrag
zum sozialen Frieden in unserem Land und unserer Stadt leisten.
AHK Wuppertaler Tafel e.V.
Kleiner Werth 50
42275 Wuppertal
Tel. 43 84 66.
Spendenkonten:
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