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Die lebensgroße, dralle
Bronzefigur der Mina Knallenfalls steht seit Juni 1979 in der
Elberfelder Fußgängerzone am Schnittpunkt von
Poststraße und Alter Freiheit. Sie wurde vom damaligen
Bezirksvorsteher Hans Joachim Thias enthüllt.
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Eine ins
Straßenpflaster eingelassene
Bronzetafel zitiert den ersten Vers aus Otto Hausmanns Dichtung:
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Lore
Duwe hat kürzlich für die
13. Auflage der um 1870 auf Elberfelder Platt gereimten Verse eine
hochdeutsche Übersetzung verfasst, die wir im vorigen Heft
vorgestellt haben:
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"Eck si an der Foahr ertrocken,
Mi Vader wor fuselkrank.
Mi Moder, die streckten Socken
On spolden onger de Hank."
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"Ich
bin an der Fuhr erzogen,
Mein Vater war alkoholkrank,
Meine Mutter, die strickte Socken
Und spulte unter der Hand."
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Jetzt, knapp 30 Jahre später, wurde im September eine zweite
Bronzetafel hinzugefügt, die auf Minas
Berufstätigkeit als Weberin hinweist.
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Die Tafel
gibt einen Vers aus dem 5.
Kapitel wieder:
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Auch hier die
Übersetung von Lore
Duwe
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"Orleansdöker leahrt eck maken,
Die per Damp gefitschkataut,
On ok wat geblömbde Saken
Woaden meck alt anvertraut."
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"Orleanstücher
lernte ich machen
Die per Dampf gewebt,
Und auch was geblümte Sachen
Wurden mir schon anvertraut."
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Die "Fuhr" war ein Elendsquartier
aus Fachwerkhäusern mit sehr
beengten Wohnverhältnissen,
das auf der Südseite der Wupper zwischen der
Döppersberger Brücke und der Isländer
Brücke lag. Mit "Orleans" bezeichnete man ein Halbwollgewebe,
das ursprünglich in der gleichnamigen französischen
Stadt angefertigt wurde. Mina arbeitete also in einer Textilfabrik,
deren Webstühle von einer Dampfmaschine angetrieben wurden.
Den Namen "Mina" hat Otto Hausmann von seiner Großmutter
Wilhelmina entlehnt und wird mit langem "i" ausgesprochen.
Die Initiative zu der zweiten Tafel machten die Historikerin Elke
Brychta und ihre Kollegin Anna-Maria Reinhold, die vor 15 Jahren das
Projekt "Geschichte - Gestalten" gründeten. Dieses Projekt
widmet sich
schwerpunktmäßig der Frauen- und
Geschlechtergeschichte und hat vor allem bei
Stadtteilführungen und Publikationen interessante neue
Gesichtspunkte zu Wuppertals Geschichte aufgezeigt. Mit
Unterstützung des Bergischen Geschichtsvereins und der
Bezirksvertretung Elberfeld konnte die Tafel finanziert werden.
An der Einweihung am 16. September nahm Heike Jesberger teil, deren
Gesicht mit Stupsnase der befreundeten Künstlerin Ulle Hees
vor dreißig Jahren als Modell für die Bronze-Mina
diente:
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