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Treppe nach Willi Ahrem benannt


Am 19. Oktober 2007 wurde im Universitätsgelände auf dem Grifflenberg die "Willi Ahrem-Treppe" eingeweiht. Die Idee zur Benennung geht auf ehemalige Schüler(innen) des Gymnasiums Wuppertal Vohwinkel zurück, die sich im Leistungskurs Geschichte unter Leitung von Lehrerin Dr. Elisabeth Tornow mit dem Leben des Wuppertaler Unternehmers im Zweiten Weltkrieg beschäftigt hatten. Hierzu hatte die Begegnungsstätte Alte Synagoge die Anregung gegeben.

Schildenthüllung
Mit vereinten Kräften wurde das Schild enthüllt

Willi Ahrem war im Zweiten Weltkrieg Leiter eines Bautrupps der Organisation Todt in Nemirov in der Ukraine. Dort wurde er im Herbst 1941 unmittelbar Zeuge massenhafter Erschießungen von Juden. Zur Wahrung seiner eigenen Menschlichkeit entschloss sich Ahrem, in seinem unmittelbaren Umfeld für einige wenige Verfolgte lebensrettende Hilfe zu leisten, auch wenn er wusste, dass er die Ermordung der meisten Juden dadurch nicht aufhalten konnte. Willi Ahrem lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Elberfelder Südstadt. 1967 ist er verstorben.

Feier

Mit ernsten Mienen gedachten die Teilnehmer der Feier des mutigen Verhaltens von Willi Ahrem.

Im Rahmen einer kleinen Feier, die von unserem Bürgerverein mitgestaltet wurde, fand die Enthüllung des Schildes statt. Die Treppe bildet eine Verbindung zwischen der Ecke Gaußstraße/Oberer Grifflenberg und einer Stichstraße der Fuhlrottstraße. Zur Einweihung der nun "namhaften" Treppe sprach Oberbürgermeister Peter Jung. An der Einweihung nahm auch Willi Ahrems Sohn teil.