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Klever
Platz wird neu gestaltet
Der
Kinderspielplatz auf dem Klever Platz wurde in diesem Frühjahr
einer sogenannten Grundüberholung unterzogen. Der Spielplatz
wurde erstmals 1962 angelegt und zuletzt in den Jahren 1980 und
1990 generalüberholt. Von der Gesamtfläche von knapp
3.000 Quadratmetern (brutto) konnte gut die Hälfte bespielt
werden. Aber diese Nutzfläche war fast vollkommen asphaltiert
und hatte nur wenige Spielgeräte. So bot der Platz keine
attraktiven Spielmöglichkeiten mehr. Außerdem war der
untere Bereich des Platzes von Büschen und Bäumen stark
beschattet und dunkel. Er wurde, vor allem von jüngeren
Kindern, eher als Angstraum empfunden. Eine Neugestaltung war also
angeraten.
Hierbei geht die
Stadt Wuppertal mit ihrem Stadtbetrieb Jugend & Freizeit und
dem Ressort Grünflächen und Forsten seit 1993 neue Wege,
um Kinder und Jugendliche an der Spielplatzplanung zu beteiligen.
Früher gab es solche Projekte, die sich jeweils in einer
Ferienwoche über fünf Nachmittage erstreckten. Da kam es
oft vor, dass die Mädchen und Jungen nicht kontinuierlich an
allen fünf Tagen teilnahmen.
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Blick von Süden auf den Platz. Ende April waren die Bauarbeiten schon weit fortgeschritten.
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Im September
2004 trafen sich 38 Kinder (ab 6 Jahren) und Jugendliche aus dem
Einzugsgebiet "Klever Platz" mit Mitarbeiter(inne)n des
Stadtbetriebs Jugend & Freizeit zu einem Wochenendprojekt.
Nach einem Kennenlernspiel machten sich die Teilnehmer am
Freitagnachmittag in vier Gruppen auf den Weg, um Spielflächen
in der Umgebung zu erkunden und die Befunde mit Fotoapparat und
Schreibblock zu dokumentieren. Dabei wurden sowohl positive
Beispiele fotografiert als auch solche Dinge, die gar nicht auf
Gefallen stießen. Eine Gruppe machte zum Beispiel Fotos von
einem großen Klettergerüst, wie man es sich auch für
den Klever Platz wünschte. Hinterher ging man ans
Pläneschmieden, wobei die Kinder und Jugendlichen Wünsche
und Anregungen malten und skizzierten.
Am Samstag wurden
vormittags die Streifzüge in den einzelnen Gruppen
ausgewertet. Die Fotos vom Vortag wurde auf Schauwände
geklebt und dann im Plenum vorgestellt. In der Mittagspause wurde
bei gutem Wetter gegrillt. Nachmittags folgte eine
Bastelwerkstatt. Jede Kindergruppe fertigte auf einem
maßstabsgetreuen Plan, der auf einer Styroporplatte
befestigt war, mit Bastelmaterial ihren "Traumspielplatz"
an. So entstanden vier plastische Modelle.
Am
Sonntagvormittag gaben die Kinder und Jugendlichen ihren Modellen
den letzten Schliff. Nach dem Mittagessen war noch Zeit für
einige Spiele, ehe das große Abschlussfest begann. Hierzu
waren auch die Eltern eingeladen, denen Ergebnisse der jungen
Spielplatzplaner präsentiert wurden. Leider kamen nur sehr
wenige Eltern zu der Vorstellung. Aber ein langjähriger
Anwohner des Klever Platzes brachte Fotos mit, die zeigten, wie
der Klever Platz vor 40 Jahren aussah: eine grüne und
blühende Parkanlage, die später zu einer weitgehend
versiegelten Fläche umgestaltet wurde. Kinderschminken und
der Auftritt einer Bauchtänzerin und Feuerspeierin waren die
Höhepunkte dieses Nachmittags.
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Blick
aus der Ravensberger Straße nach Osten. Der bisher stark
verschattete und versiegelte Platz wird heller und freundlicher.
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Das ganze
Beteiligungsprojekt wurde erstmals in dieser neuen Gestaltung
durchgeführt. Es hat allen Beteiligten sehr gut gefallen,
zumal von insgesamt 38 Kindern und Jugendlichen die meisten an
allen drei Tagen engagiert mitarbeiteten. Die große Mehrzahl
stellten die Sechs- bis 14-jährigen Kinder.
Ein
Landschaftsarchitekt des Grünflächen-Ressorts hat später
die Skizzen und Modelle der jungen Planungsteams ausgewertet und
einen Gesamtplan erstellt, der den Kindern und Jugendlichen bei
einem Nachtreffen vorgestellt wurde. Dort bestand die Gelegenheit,
Kritik zu üben Verbesserungsvorschläge zu machen. So
soll der Spielplatz nun möglichst nach den Vorstellungen der
jungen Teilnehmer gestaltet werden, natürlich im Rahmen des
Machbaren und Finanzierbaren. Zugleich rechnet man bei den
städtischen Stellen damit, dass sich die Kinder und
Jugendlichen mit "ihrem" neugestalteten Spielplatz
stärker identifizieren. Denn man hat im Rathaus die Erfahrung
gemacht, dass Spielflächen, die unter Beteiligungsprojekten
gestaltet wurden, seltener "Opfer" von Zerstörungen
werden.
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