Volle Kirche und große Gratulantenschar zum goldenen Ordensjubiläum

Am 29. Februar 2004 feierte Bruder Lucianus, Kreuzherrenbruder in St. Suitbertus, sein goldenes Ordensjubiläum. Die Kirche war voll wie sonst nur zu Weihnachten. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal waren selbst Stehplätze Mangelware.



Bruder Lucianus dankt seinen Gästen im Pfarrsaal von St. Suitbertus

Nicht jeder in der Südstadt wird Bruder Lucianus mit Namen kennen. Aber fast jeder hat sich schon einmal über den Garten rund um die Suitbertuskirche gefreut. Der emsige Gärtner dort spricht fließend deutsch, niederländisch und Lingala (eine Eingeborenensprache im Kongo).

1954 trat er mit 16 Jahren im niederländischen Uden ins Kloster ein und wurde 1962, ohne ein Wort Deutsch zu können, nach Wuppertal versetzt. Als Bruder "Maler" im Kloster begann er, putzte die Kirche und versah Küsterdienste. Er machte Jugendarbeit in St. Suitbertus, St. Hedwig und Beyenburg. Einige dieser Jugendlichen sind es "in Schuld", dass Lucianus ein bisschen das Hochdeutsch mit Knubbeln spricht, an dem man "einen Jungen aus dem Tal" erkennt. 1974 ging Bruder Lucianus für 17 Jahre als Missionar nach Zaire, heute Kongo. Die Arbeit dort erfüllte ihn sehr, doch schwere Krankheit zwang ihn frühzeitig zur Rückkehr.

Den Neuanfang machte er wieder in Wuppertal. Seine wichtigste Aufgabe sieht er heute in der Mitarbeit im Pastoralteam des "Reformierten Gemeindestiftes" an der Blankstraße. Aber die Menschen im Kongo hat er nicht vergessen. Wenn sich Gelegenheit findet, sammelt er Spenden für die Kreuzherren-Mission im Kongo und "seine" Straßenkinder in Kinshasa.

Jürgen Staßen



Mehr Informationen:

http://www.erzbistum-koeln.de/opencms/opencms/erzbistum/orden/Maennerorden/kreuzherren.htm