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Schon seit etwa 500 Jahren wird im Bergischen Land Eisen verarbeitet. Die an Niederschlägen nicht arme Landschaft wird von vielen Bachläufen durchzogen, die man zum Antrieb von Schleifkotten und Hammerwerken benutzte. Im Gelpe- und Saalbachtal gab es eine Vielzahl solcher Anlagen, von denen die meisten längst wieder verfallen und abgerissen sind. Der
Remscheider Heimatkundler Egon Viebahn hatte sich schon in den
siebziger Jahren auf die Suche nach Überbleibseln dieser
Gewerbe gemacht. In dem Arbeitskreis Historisches Gelpetal wurde ein
Konzept für einen Lehrpfad entwickelt, der am 1. Juni 1980
eröffnet wurde. Drei Jahre später erschien erstmals
das Buch zu dem Industrie-Geschichtspfad “Historisches
Gelpetal”. Der Band von 1983 enthält alle
Schautafeln, die an den früheren Standorten der
Werkstätten aufgestellt wurden, ergänzt mit vielen
historischen Abbildungen und erläuternden Texten. So kann man
die einzelnen Stationen nach einer Wanderung bequem zu Hause
nacharbeiten und vertiefen.
Inzwischen sind zwanzig Jahre verflossen, Viebahns Buch war längst vergriffen. Nun konnte eine verbesserte zweite Auflage erscheinen, die allerdings einer Starthilfe bedurfte. Sieben Heimat- und Bürgervereine (darunter auch unser Südstädter Verein) sowie die Wuppertaler und Remscheider Abteilungen des Bergischen Geschichtsvereins leisteten finanzielle Unterstützung, um das Wiedererscheinen des Buches zu einem erträglichen Preis zu ermöglichen. Die
jetzige Neubearbeitung enthält eine ganze Anzahl neuer, zum
Teil auch farbiger Abbildungen. Zu den meist liebevollen Perspektiven
alter Ansichtskarten und Gruppenfotos der einstigen Mitarbeiter gesellt
sich manches ernüchternde Dokumentarbild aus späterer
Zeit. Fachbegriffe erläutert Viebahn zeigt anschaulich in zusätzlichen Zeichnungen, wie ein Hammer oder Schleifkotten angelegt war mit seinem Teich, in dem das Wasser für das Antriebsrad gestaut wurde, und erläutert die verschiedenen Fachbegriffe wie Flutgraben, Obergraben usw. Das Buch zum Gelpetal wird Kenner des Lehrpfads begeistern und bei neuen Lesern Interesse für ein lebendiges Stück Vergangenheit wecken, dass auch künftigen Generationen erhalten bleiben muss! Egon Viehbahn:
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